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Markt
11/20/2013

Nachfrage nach IT- und Elektronikgeräten sinkt

Die Elektronik- und IT-Branche muss im dritten Quartal einen Umsatzrückgang verkraften. Smartphones boomen nach wie vor, Fernseher und Kameras schwächeln.

Vier Jahre lang hat der Markt für Elektronik, IT und Handys der Krise getrotzt. Ausgerechnet zum Auftakt der Weihnachtszeit sieht die Branche erstmals wieder rot. Im 3. Quartal 2013 ging der Umsatz um 1,9 Prozent auf 1,035 Mrd. Euro zurück, erhob der Marktforscher GfK. Im 2. Quartal war noch ein leichtes Wachstum von 0,7 Prozent zu verzeichnen gewesen. Besonders Flachbildfernseher sind weniger gefragt.

In der gesamten Teilsparte Unterhaltungselektronik hält der Abwärtstrend an. In den ersten neun Monaten 2013 schrumpfte der Umsatz laut einer GfK-Mitteilung vom Mittwoch um 15,4 Prozent auf 516 Mio. Euro. Hierunter fallen, als wichtigste Produktkategorie, Flachbildfernseher. Im 3. Quartal betrug das Minus 16,3 Prozent. Den ersten Erlösrückgang seit drei Jahren musste in den Sommermonaten die Informationstechnologie hinnehmen (-3,8 Prozent auf 232 Mio. Euro), anzukreiden war das hauptsächlich dem schwächelnden PC-Markt. Im September verkauften sich bis auf Tablets alle Geräte schlechter.

Smartphones statt Fotokameras

Auch der Fotomarkt verzeichnete einen Einbruch von 12 Prozent auf 58 Mio. Euro im 3. Quartal, ebenso wie Drucker und andere Bürogeräte (-9 Prozent auf 59 Mio. Euro). Nicht klagen können dagegen Handyverkäufer. Die Konsumenten decken sich weiter fließig mit neuen Smartphones ein, der Umsatz der Telekommunikationsbranche zog im Sommer um knapp 15 Prozent auf 228 Mio. Euro an. Bei der sogenannten Weißen Ware (etwa Waschmaschinen) kühlte sich indes das Wachstum auf knapp 2 Prozent (213 Mio. Euro) ab. Kleinere Geräte wie Staubsauger und Bügeleisen blieben stabil (+0,9 Prozent).

Insgesamt wuchs der Markt für technische Gebrauchsgüter in den ersten neun Monaten 2013 um 1,4 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro. GfK analysiert für seinen „Temax“ die Daten von mehr als 390.000 Verkaufsstellen weltweit.