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Wall Street Journal
05/21/2012

Nasdaq: Facebook-Pannen haben Nachspiel

Nach den technischen Pannen beim Börsengang des Online-Netzwerkes Facebook hat die US-Technologiebörse Nasdaq eine Überarbeitung ihrer Systeme für Erstemissionen angekündigt.

Am Sonntag hatte Nasdaq-Chef Robert Greifeld in einer Telefonkonferenz mit Journalisten Probleme beim Abwickeln von Aktien-Orders eingeräumt. Er sagte, dass es vor dem aufsehenerregenden Börsengang intensive Tests gegeben habe, ohne dass das Problem entdeckt worden sei. Nun will die Technologiebörse ihre Systeme für Erstemissionen überarbeiten, berichtete das "Wall Street Journal" (Artikel kostenpflichtig) am Montag unter Berufung auf Nasdaq-Vertreter, ohne jedoch ins Detail zu gehen.

Der Beginn des Facebook-Börsengangs am Freitag hatte um fast eine halbe Stunde verschoben werden müssen, offenbar wegen der schieren Masse der Kauf- und Verkaufsorders. Die Probleme hätten den Kurs der Facebook-Aktie aber nicht beeinflusst, beteuerte Greifeld.

"Schlecht vorbereitet"
Dem Chef der Börse zufolge lag die Ursache in einer Verzögerung von zwei Millisekunden bei der Berechnung des Preises zur Eröffnung, was dazu führte, dass ungewöhnlich viele Orders wieder storniert wurden. „Wir haben den Facebook-Börsengang schlecht vorbereitet“, sagte Greifeld. Die Probleme seien „echt“, und die Nasdaq müsse sich hier klar verbessern.

Nur leicht im Plus
Investoren und Broker waren am Freitag beim Börsengang des weltgrößten sozialen Online-Netzwerks stundenlang im Unklaren über den Stand ihrer Kauf- und Verkaufsaufträge geblieben. Die US-Börsenaufsicht leitete nach Handelsschluss eine Untersuchung der Vorgänge ein. Nach Einschätzung von Investoren trugen die Pannen  sehr wohl dazu bei, dass das Interesse an den Anteilsscheinen nicht so überschäumend ausfiel wie zunächst erwartet. Doch Experten verwiesen auch auf das hohe Emissionsvolumen sowie auf Zweifel am Geschäftsmodell. Die Aktie

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Stützungskäufe
Konsortialführer Morgan Stanley sah sich Kreisen zufolge gezwungen, das Papier mit Zukäufen über dem Ausgabepreis von 38 Dollar (29,9 Euro) zu halten. Einige Experten hatten Aufschläge von 50 Prozent bei dem weltgrößten Börsengang eines Internet-Unternehmens vorhergesagt. Mit Spannung wird erwartet, wie sich das Facebook-Papier in dieser Woche schlagen wird.

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