B2B 19.07.2016

Netflix: Preiserhöhungen bremsen Wachstum

Wächst nicht so schnell, wie es gerne würde: Netflix © Bild: REUTERS/MIKE BLAKE

Der Online-Videodienst Netflix hat im vergangenen Quartal die eigenen Prognosen zum Nutzerwachstum klar verfehlt und damit die Börse enttäuscht.

In den vergangenen drei Monaten kamen 1,7 Millionen Nutzer hinzu, wie Netflix nach US-Börsenschluss am Montag mitteilte. Das Unternehmen selbst hatte einen Zuwachs von 2,5 Millionen in Aussicht gestellt. Das langsame Wachstum führen Marktbeobachter auf Preiserhöhungen des Streaming-Dienstes zurück, die für viele US-Nutzer im abgelaufenen Quartal schlagend wurden. In den USA gewann der Dienst in den vergangenen drei Monaten lediglich 160.000 neue Abonnenten dazu, weit weniger als die 500.000, die das Unternehmen zuvor für die Region prognostiziert hatte.

Aktie fällt

„Wir wachsen, aber nicht so schnell, wie wir gerne würden oder es in der Vergangenheit geschafft haben“, räumte Netflix selbst ein. Die Aktie fiel nachbörslich um rund 15 Prozent. Die Anleger waren auch vom Ausblick enttäuscht.

Netflix war Anfang des Jahres in rund 130 weiteren Ländern gestartet und ist damit nun fast auf der ganzen Welt verfügbar. Das weckt auch entsprechende Erwartungen an das Wachstum der Nutzerzahlen.

Den Umsatz konnte der Videodienst im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro) steigern. Beim Gewinn gab es ein Plus von 55 Prozent auf 40,75 Millionen Dollar.

( Agenturen , futurezone ) Erstellt am 19.07.2016