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Wettbewerb
10/25/2011

Netflix verliert 810.000 Abonnenten

Der Online-Videodienst aus den USA, Netflix, kämpft mit Kündigungen. Zahlreiche Abonnenten kündigten, nachdem Netflix das DVD-Geschäft vom Streaming-Geschäft abkoppeln wollte und die Preise nach oben getrieben hat.

20 Prozent fiel die Netflix-Aktie nachbörslich, nachdem der Online-Videodienst am Montag seine Quartalszahlen veröffentlicht hatte. Diese fielen alles andere als positiv aus. 810.000 Abonnenten sind vom zweiten aufs dritte Quartal verschwunden. Bisher hatte der Online-Videodienst immer massiv zugelegt. Von 24,6 Millionen Abonnenten schrumpfte die Zahl auf 23,8 Millionen. Auch die Aussichten aufs nächste Quartal sind alles andere als positiv.

"Qwikster"-Idee kam nicht gut an
Was war passiert? Netflix versuchte, die DVD und Streaming-Services zu trennen und das DVD-Geschäft unter dem Namen „Qwikster“ neu zu platzieren. Das nahmen die Kunden dem Unternehmen allerdings übel. So schätzten sie an Netflix bisher sehr, dass alles so einfach war und reibungslos funktioniert hatte. Für „Qwikster“ hätte man sich allerdings neu registrieren müssen und das hätte die Vorgänge verkompliziert.

Höhepunkt der Kündigungswelle überschritten
Auch der Preisanstieg – das man künftig für DVDs und Streaming-Dienste mehr und vor allem getrennt zahlen musste – war vielen Abonnenten nicht recht. Netflix hat daher ein Problem bekommen: Die Abonnenten wanderten einfach ab. Laut Netflix sei der Höhepunkt an Kündigungen vor mehreren Wochen erreicht worden und die Kündigungen wären jetzt bereits am Abklingen. Man gehe davon aus, dass ab Dezember wieder alles positiv verlaufen würde.

Die Konkurrenz - Hulu, HBO, Showtime - war jedenfalls nicht für die Abwanderung der Kunden verantwortlich. Netflix habe noch immer das größte Angebot, berichtet CNET.