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18.10.2012

Nokia: Heuer schon 3,3 Milliarden Euro Verlust

Der Umbau beim einstigen Handy-Marktführer Nokia läuft schwierig. Wieder einmal gab es tiefrote Zahlen, der Absatz des Smartphone- Hoffnungsträgers Lumia ging zurück. Immerhin lastete der Netzausrüster Nokia Siemens Networks nicht mehr auf der Bilanz.

Der finnische Handy-Riese Nokia hat im vergangenen Quartal wieder einen hohen Verlust eingefahren. Der Fehlbetrag erreichte 969 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Seit Jahresbeginn addierten sich die Verluste damit auf 3,3 Milliarden Euro. Der Quartalsumsatz brach im Jahresvergleich um fast ein Fünftel auf 7,24 Milliarden Euro ein.

Beim Absatz seiner Lumia-Smartphones erlitt Nokia einen Rückschlag: Die Verkäufe sanken im Quartalsvergleich von 4 auf 2,9 Millionen Geräte. Demnächst sollen neue Modelle mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 8 auf den Markt kommen. Mit ihnen verbindet Nokia die Hoffnung, wieder Anschluss im Smartphone-Markt an Rivalen wie Apple und Samsung zu finden.

Zugleich konnte Nokia den Handy-Absatz im Quartalsvergleich um vier Prozent auf 76,6 Millionen Geräte steigern. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutete das allerdings einen satten Rückgang von 15 Prozent. Der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN), der die Bilanz in den vergangenen Quartalen mit hohen Sanierungskosten schwer belastet hat, steuerte diesmal einen operativen Gewinn von 182 Millionen Euro bei.

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