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15.07.2012

Nokia Lumia 900 entwickelt sich zum Totalflop

Die Hiobsbotschaften für Nokia und Microsoft nehmen kein Ende. Einer Berechnung eines Marktanalysten zufolge wurden in den USA gerade einmal 330.000 Stück der Lumia-Serie verkauft. Um die Nachfrage anzukurbeln, halbiert der größte Mobilfunker in den USA, AT&T, ab Sonntag den Preis des Lumia 900. Kein gutes Omen für die nächste Woche erwarteten Quartalszahlen.

Wie der Asymco-Analyst Hoarce Dediu aus praktisch übereinstimmenden Marktzahlen von comScore und Nielsen vorrechnet, konnte Nokia in den vergangenen vier Monaten in den USA gerade einmal 330.000 Lumia-Geräte absetzen, was etwa 0,3 Prozent Marktanteil entspricht. Selbst die von Microsoft mit weniger Marketing bedachten HTC und Samsung weisen mit ihren Windows Phone 7 Geräten einen höheren Marktanteil von jeweils 0,5 Prozent auf.

Miserable Zahlen für Nokia und Microsoft
Für Nokia aber auch Windows sind die aktuellen US-Zahlen der Marktforscher absolut ernüchternd. Nielsen etwa sieht Windows Phone derzeit bei gerade einmal 1,3 Prozent Marktanteil. Zum Vergleich: Apples iPhone kommt auf 32 bis 34 Prozent Marktanteil, was in Geräte hochgerechnet etwa 35 bis 37 Mio. entspricht. Mit einigen Hunderttausend verkauften Nokia-Lumia-Smartphones können somit weder Nokia noch Microsoft zufrieden sein.

Erschwerend für das als Topmodell konzipierte Lumia 900 (

) kommt hinzu, dass das Gerät nicht auf Windows Phone 8 aktualisiert werden kann. Nicht zuletzt deswegen wird etwa die Deutsche Telekom das Gerät erst gar nicht in dem für Nokia so wichtigen großen deutschen Markt anbieten. Wie schlimm es um die Verkaufszahlen sowie die Konzernentwicklung derzeit steht, wird man am Donnerstag, den 19. Juli sehen. Dann veröffentlicht Nokia die Zahlen für das 2. Quartal. Analysten erwarten ein Minus von 237 Millionen Euro.

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