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Mobilfunk
04/26/2012

Nokia: Wir sind nicht mehr die Nummer eins

Aufsichtsratschef Jorma Ollila glaubt aber an Trendwende. Gleichzeitig übt ein früherer Nokia-Manager harsche Kritik an CEO Stephen Elop.

Nokia ist nicht mehr die Nummer eins im weltweiten Handygeschäft. Das räumte der scheidende Aufsichtsratschef Jorma Ollila am Mittwochabend gegenüber dem finnischen Fernsehsender MTV3 ein. 14 Jahre lang sei Nokia Handy-Weltmarktführer gewesen, sagte Ollila - fügte aber sogleich hinzu, dass das Unternehmen immer noch die Fähigkeit besitze, diese Position auch zurückzuerobern. Neue Nummer eins ist Samsung aus Südkorea. Zusammen mit Apple führt der Konzern den Markt der lukrativen Smartphones an.

Katastrophale Zahlen
Nokia hatte in der vergangenen Woche katastrophale Zahlen vorgelegt: Im ersten Quartal machte der finnische Konzern fast eine Milliarde Euro Verlust. Der Umsatz ging um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 7,4 Mrd. Euro zurück. Nokia war eine Allianz mit dem US-Software-Riesen Microsoft eingegangen, um noch aufzuholen - bisher ohne Erfolg.

Trendwende
Ollila räumt seinen Posten als Aufsichtsratschef in der kommenden Woche. Er erinnerte daran, dass Nokia bereits mehrfach durch schwierige Zeiten gegangen, jedoch immer wieder auf die Beine gekommen sei. „Ich bin absolut sicher, dass eine Trendwende in Sicht ist", sagte er auf MTV3. „Es gibt Anzeichen, dass es Ende des Jahres soweit sein wird."

Kritik an Stephen Elop
Gleichzeitig verlautbart Lee Williams, früherer Senior Vice President des Symbian-Series-60-Betriebssystems, harte Kritik an Konzernchef Stephen Elop. Im zufolge fehlen dem Nokia-Chef nötige Zukunftsvisionen: "Er handelt wie ein CFO (Chief Financial Officer) und ist immer auf die Kosten und interne Prozesse fixiert. Ich glaube nicht, dass er sich mit seinem Team Gedanken über Innovationen und die Zukunft macht", sagt Williams gegenüber CNET.

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