B2B
01.08.2012

NTT, NEC und Fujitsu gründen Chiphersteller

Japanische Unternehmen wollen weniger von Smartphone-Chips ausländischer Anbieter abhängig sein

Fujitsu, NTT Docomo und NEC haben gemeinsam Access Network Technology gegründet. Das Unternehmen soll Chips für Smartphones entwickeln, die Produktion wird ausgelagert. Der Grund für die Zusammenarbeit ist, dass die japanischen Unternehmen weniger stark auf ausländische Chiphersteller angewiesen sein wollen. Marktführer in diesem Bereich ist das US-Unternehmen Qualcomm.

Fujitsu wollte Access Network Technology ursprünglich alleine gründen und hält 52,8 Prozent an dem Unternehmen. NTT Docomo hat Anteile in der Höhe von 19,9 Prozent, NEC 17,8 Prozent. Die restlichen 9,5 Prozent hält Fujitsu Semiconductor. Das Ziel ist, dass Access Network Technology 2014 weltweit 7 Prozent Markanteil bei Smartphone-Chips haben wird.

Entwickelt werden sollen hauptsächlich Chips, die für kabellose Kommunikation und Signale zuständig sind. Das Unternehmen wird auch an Produkten für LTE-Netzwerke und neuen Netzwerktechnologien forschern.

Fujitsu, NTT Docomo und NEC wollten zuvor mit Panasonic und Samsung eine Kooperation eingehen, um gemeinsam Smartphone-Chips herzustellen. Im April wurde das Scheitern der Bemühungen verkündet, da man sich nicht auf die Bedienungen der Partnerschaft einigen konnte.