Österreich: AdWords wichtiger als Street View

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Österreich: AdWords wichtiger als Street View
05/05/2011

Österreich: AdWords wichtiger als Street View

Bei einer Pressekonferenz in Wien bekräftigte Österreich-Chef Karl Pall, dass ihm die Forcierung von Werbe-Tools für Unternehmen wichtiger sei als das "nicht kaufmännische" Produkt Street View.

von Jakob Steinschaden

Googles “Street View”, das in Österreich grünes Licht hat und vor allem die Tourismusbranche interessiert, wird weiter stiefmütterlich behandelt. „Street View ist nicht vorrangig für mich, weil es kein kaufmännisches Produkt ist. Ich bin Kaufmann, und mir ist wichtiger, dass Unternehmen gute Tools bekommen, um ihre Werbung zu optimieren“, sagte Google-Österreich-Chef Karl Pall im Rahmen des Kick-Off-Events der neuen Veranstaltungsreihe “Espresso@Google” am Donnerstag in Wien. Im Nachsatz: „Auch wenn Larry mich dafür killen wird.“

Stattdessen will Google in Österreich seine anderen Produkte stärken, allen voran die "Cashcow" AdWords. Weltweit gibt es etwa eine Million AdWords-Kunden, mehr als 50 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). „Ein paar tausend davon kommen aus Österreich“, sagte Karl Pall zur futurezone. Zudem würden in Österreich jährlich „ein paar tausend“ Personen für Google AdWords geschult. Ein Drittel des Werbeumsatzes kommt von Partner-Webseiten, die via “AdSense” Google-Anzeigen in das eigene Layout integriert haben.

15 Prozent werben bei Suchmaschinen„Österreichische Unternehmen haben erkannt, dass das Online-Geschäft ein wichtiges ist“, so Pall. Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) würde es nicht reichen, "einfach eine Homepage zu haben”. Eine neue Google-Studie, hätte ergeben, dass 76 Prozent der KMU (total: 271.000) online sind. Damit sei Österreich vor der Schweiz und Belgien europäischer Spitzenreiter. Befragt wurden 800 heimische Firmen (max. 49 Mitarbeiter). „In Österreich sind wir manchmal ein bisschen hinten nach, aber wir sind ein Markt, der stark von kleinen und mittleren Unternehmen lebt“, sagte Pall. „Das Herz der österreichischen Wirtschaft befindet sich im KMU-Bereich.“

Laut Studie gewinnen 78 Prozent der heimischen KMU im Internet neue Kunde, 27 Prozent verkaufen ihre Produkte online. Zwei Drittel der befragten Firmen haben ein Marketing-Budget: 16 Prozent davon werben damit online, 22 nur offline, 53 werben online als auch offline. Der Trend verläuft ganz klar zu Gunsten Googles: Während derzeit nur 15 Prozent bei Suchmaschinen werben, will künftig ein Drittel der Unternehmen Suchmaschinen-Marketing machen. Grund dazu hätten sie in jedem Fall: 82 Prozent der Österreicher recherchieren online, bevor sie etwas offline kaufen. „Das ist ein klares Zeichen, wie mündig wir Österreicher als Konsumenten sind“, sagte Pall.

Vorzeige-Beispiel Um die positiven Effekte der Google-Werbung für KMU zu unterstreichen, präsentierte die Unternehmerin Ellen Juraczka, Chefin des Fahrrad-Shops “Bike+More” , ihre Erfahrungen mit AdWords. Als der 30 Jahre alte Familienbetrieb (500 Fahrradmodelle, 8 Mitarbeiter) vor einigen Jahren nach Verlust des größten Kunden sich vom Großhändler zur kleinen Firma wandelte, hätte man voll auf AdWords gesetzt.

AdWords ist seit 2009 der Werbekanal mit der größten Wirkung“, sagte Jurazcka. 60 Prozent der Kunden kämen heute über die Suchmaschine, 50 bis 60 Prozent des Umsatzes werde durch AdWords gewonnen, jährlich könne man um zehn Prozent wachsen (Umsatz 2010: 1 Million Euro). Andere Werbemöglichkeiten im Web würden nicht so wirken wie AdWords. “Facebook bringt bei weitem nicht so viel wie Google”, so Juraczka zur futurezone.

Weltweit gibt es etwa eine Million AdWords-Kunden, mehr als 50 Prozent sind KMU.  „Ein paar tausend Kunden davon kommen aus Österreich“, sagte Karl Pall zur futurezone. Zudem würden in Österreich  jährlich „ein paar tausend“ Personen für Google AdWords geschult. Ein Drittel des Werbeumsatzes kommt von Partner-Webseiten, die via “AdSense” Google-Anzeigen in das eigene Layout integriert haben.
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