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Studie
09/27/2011

Österreich holt als IT-Standort auf

Österreich als IT-Standort hat sich in der Weltrangliste vom 22. auf den 17. Platz verbessert. Das geht aus einer Studie der Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) hervor.

Erheblich beigetragen hätten Fortschritte auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung, heißt es in einer Pressemitteilung von Dienstag. Österreich habe damit Länder wie Südkorea oder Hongkong überholt.

Nummer eins in der Weltrangliste sind die USA, gefolgt von Finnland und Singapur. Deutschland liegt vor Japan auf Rang 15. Die größten Fortschritte habe in diesem Jahr Malaysia aufgrund eines Booms bei Forschung und Entwicklung gemacht, das um 11 Plätze auf Rang 31 aufrückte. Indien hätten ebenfalls starke Forschung und Entwicklung sowie ein dynamischer IT-Arbeitsmarkt zu einer Verbesserung um 10 Ränge auf Platz 34 verholfen.

Forschung und Entwicklung ausschlaggebend
Österreich habe sich wegen seiner Fortschritte bei Forschung und Entwicklung in der diesjährigen Studie stark verbessern können, so Georg Herrnleben, Senior Director bei der BSA. In den kommenden Jahren habe die Politik nun die Möglichkeit, diesen Trend weiter zu verstärken und auszunutzen, indem sie einerseits fördernd eingreift, etwa was Ausbildung, Forschung oder Rechtsschutz angeht, andererseits aber keine Technologien oder Geschäftsmodelle anderen vorziehe.

Verglichen werden eigens erhobene Daten sowie Daten der OECD, des IWF, der EU und aus anderen unabhängigen Quellen im „IT Industry Competitiveness Index“ für 66 Länder bezüglich ihrer Attraktivität für die IT-Branche. Bewertet werden in dem Index in seiner vierten Auflage wirtschaftliches Umfeld, IT-Infrastruktur, IT-Arbeitsmarkt, Forschung und Entwicklung, Rechtssicherheit sowie die öffentliche Unterstützung der IT-Branche.

2011 zeige sich der Trend, dass die bestehenden Favoriten ihre Spitzenstellungen zwar aufgrund bestehender Stärken halten können, gleichzeitig aber das Feld der Verfolger aufschließt, allen voran Schwellen- und Entwicklungsländer, die sich den Standards der Führenden annähern.

Kein Monopol
„Es wird im diesjährigen IT Industry Competitiveness Index deutlich, dass Investitionen in technologische Innovation langfristig größte Gewinne erbringen“, so BSA-Präsident und CEO Robert Holleyman. Es sei aber auch klar, dass kein Land ein Monopol über die IT besitze.

Es gebe eine erprobte Strategie für den Erfolg, die jedermann anwenden könne. Es ist jetzt wichtiger denn je, dass Regierungen die IT-Branche langfristig förderten. Nötig seien Strategien für die nächsten sieben bis neun Jahre und entsprechende Investitionen, um ernstzunehmende Fortschritte bei der Wettbewerbsfähigkeit als IT-Standort zu machen.