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Statistik
12/09/2014

Österreichs Firmen bei Cloud-Computing unter EU-Schnitt

Nur zwölf Prozent der heimischen Unternehmen nutzen die Auslagerung von Computing-Ressourcen an Drittanbieter. Grund dafür sind auch Sicherheitsbedenken.

Österreichs Unternehmen liegen bei der Nutzung von Cloud-Computing deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Nur zwölf Prozent der heimischen Betriebe nutzen die Möglichkeit, Computerressourcen von Drittanbietern im Internet in Anspruch zu nehmen. Im EU-Schnitt sind es hingegen 19 Prozent, wie Eurostat am Dienstag in Brüssel bekannt gab.

Beim Blick auf die einzelnen Länder liegt Finnland, wo 51 Prozent der Betriebe Cloud-Computing nutzen, klar an der Spitze und verweist Italien (40 Prozent) und Schweden (39 Prozent) auf die Plätze. Am unteren Ende der Skala finden sich hingegen Rumänien (fünf Prozent), Lettland und Polen (je sechs Prozent). Mit zwölf Prozent liegt Österreich im unteren Drittel.

Vor allem IKT-Unternehmen nutzen Cloud

Insgesamt sind vor allem Unternehmen aus dem Sektor Information und Kommunikation beim Cloud-Computing aktiv (45 Prozent), gefolgt vom Bereich der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (27 Prozent). Verkehr und Lagerei (15 Prozent) sowie das Baugewerbe (14 Prozent) tummeln sich hingegen weniger in diesem Bereich.

Sicherheitsbedenken

Genutzt werden Cloud-Lösungen von den 19 Prozent aktiven Unternehmen hauptsächlich für E-Mail Dienste (66 Prozent) und Datenspeicherung (53 Prozent). Für die übrigen 81 Prozent, die keine Cloud-Dienste in Anspruch nehmen, stellen die unzureichenden Kenntnisse das größte Hindernis dar (42 Prozent), gefolgt von Sicherheitsbedenken (37 Prozent).