B2B 19.03.2013

One kommt später: HTC nicht mehr wichtig genug

© Bild: Thomas Prenner

Der Start des HTC One wurde wegen der Lieferknappheit von Komponenten auf April verschoben. Laut einem HTC-Manager liegt das daran, dass die Zulieferer andere Kunden bevorzugen, weil HTC als Kunde nicht mehr wichtig genug sei.

Eigentlich hätte HTCs neues Flaggschiff, das One, schon im März erhältlich sein sollen. Jetzt wurde der Verkaufsstart des FullHD-Smartphones offiziell auf April verschoben. Gerüchten zufolge wird das Gerät in kleineren, europäischen Ländern, wie Österreich und die Schweiz, wahrscheinlich nicht vor Mai verfügbar sein.

Der Grund für die Verschiebungen sind Lieferknappheiten von Komponenten, wie dem Aluminium-Gehäuse und Teile der Kamera. Dies berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf HTC Manager, die anonym bleiben möchten. Die Lieferknappheiten haben aber einen anderen Hintergrund, als bloß mangelnde Rohstoffe. „HTC hat Probleme mit seinen Zulieferern, aufgrund der gesenkten Prognose für Bestellungen und der im Vorjahr unerwartet starken Rückgänge in den Verkäufen", so ein HTC-Manager: „HTC hat Probleme, sich adäquate Kamera-Komponenten zu sichern, da es nicht länger ein Top-Kunde ist."

Laut dem Marktforscher IDC hatte HTC im Jahr 2012 einen Anteil von 4,6 Prozent am weltweiten Smartphone-Markt. 2011 waren es noch 8,8 Prozent. Peter Chou, Chef des strauchelnden, taiwanesischen Konzerns, hat in einem Meeting mit HTC-Managern gesagt, dass er zurücktreten werde, wenn das One kein Erfolg wird. Unabhängig von Chous Ankündigung, hat HTC mit einem Mitarbeiter-Schwund zu kämpfen. So sollen Acer, Asus und Huawei die derzeit für HTC schwierige Lage nutzen, um Entwickler abzuwerben.

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Erstellt am 19.03.2013