Verkauf
03/26/2012

Orange-Drei: Weiter Widerstand gegen Übernahme

Der Verkauf von Orange Österreich an Drei droht an der Bundeswettbewerbsbehörde zu scheitern.

France Telecom stößt einem Pressebericht zufolge mit

an Hutchison Whampoa auf Widerstand. Wie am Montagdie „Financial Times Deutschland" (FTD)berichtet, legt sich die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) in Wien weiterhin gegen die Übernahme quer. Alle Bemühungen nach alternativen Lösungen seien gescheitert. BWB-Chef Theodor Thanner habe sich darauf festgelegt, dass er sich die geplante Transaktion nicht vorstellen könne.

Problemfaktor Yesss
Für problematisch halte er, dass Hutchison 750.000 Kunden der Orange-Discountmarke Yesss sowie eine Vielzahl von Sendestationen und Frequenzpaketen an Telekom Austria weiterverkaufen wolle. Damit würde der Marktanteil von Telekom Austria von 42 Prozent auf 47 Prozent steigen.
In Österreich wird dem Bericht zufolge nun spekuliert, dass Orange Austria das Aus drohen könnte. Denn bei der Gesellschaft stehen dringend notwendige Investitionen in neue Technologien an. Doch France Telecom ist nicht mehr bereit, zusätzliche Mittel für den Ausbau des Österreich-Geschäfts frei zu machen.

1,3 Milliarden Deal droht zu platzen
Hutchison besteht darauf, Teile von Orange an Telekom Austria weiterzuverkaufen. Bleibt die Kartellbehörde bei ihrem Nein, werde Hutchison die 1,3 Mrd. Euro schwere Übernahme dem Bericht zufolge platzen lassen. Trotz billiger Tarife und hoher Marketingausgaben ist es Orange Austria nie gelungen, über Platz drei hinauszukommen. An der Gesellschaft hält France Telecom 35 Prozent, der Beteiligungsgesellschaft Mid Europa Partners gehören 65 Prozent. Nummer Eins in Österreich ist Telekom Austria, Nummer Zwei T-Mobile.

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