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Abwärtstrend

Pandora: Ernüchterung nach Börsenfeuerwerk

Pandora hat bei seinem Börsengang die gute Stimmung für Internetfirmen ausgenutzt. Gleich zweimal hatte Pandora den Ausgabekurs wegen der

in den vergangenen Tagen angehoben. Letztlich kosteten die Aktien bei ihrem Debüt 16 Dollar, was Pandora insgesamt mit 2,6 Milliarden Dollar bewertete. Dabei schreibt das Internetradio anhaltende Verluste. Laut Marktforschern hält Pandora aber etwa die Hälfte des Marktes für kommerzielles Internetradio in den USA. Für andere Länder fehlen noch die nötigen Lizenzen für die Songs. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang von 235 Millionen Dollar könnte Pandora über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus wachsen.

Zweifel an Geschäftsmodell von Pandora

Pandora hat mehr als 90 Millionen registrierte Nutzer und jede Sekunde kommt ein neuer hinzu. Kritiker bezweifeln indes, dass es Pandora selbst bei einem starken weiteren Wachstum gelingen wird, Gewinn zu machen. Allein von Februar bis April verlor das Unternehmen neun Millionen Dollar. Pandora muss für die Musikstücke Lizenzgebühren zahlen. Hören mehr Leute die Musik, muss das Unternehmen auch tiefer in die Tasche greifen. Geld kommt vor allem durch Werbung in die Kasse.

Verluste hat Pandora mit vielen Internetfirmen gemein, die an die Börse streben. Mancher Beobachter fühlt sich derzeit an die Blase zu Zeiten der New Economy erinnert. Als das Online-Netzwerk LinkedIn Mitte Mai

, schoss die Aktie von 45,00 auf bis zu 122,70 Dollar hoch. Seitdem geht es ebenfalls abwärts. Zuletzt stand das LinkedIn-Papier bei 74,62 Dollar.

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