B2B
03.01.2018

Peking will KI-Gewerbepark für 1,76 Milliarden Euro bauen

China investiert weiterhin stark in das Thema künstliche Intelligenz und baut nun einen Gewerbepark. Dort sollen sich bis zu 400 KI-Firmen ansiedeln.

Im Wettlauf um die Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz (KI) drückt China aufs Tempo. Die Hauptstadt Peking plant für umgerechnet 1,76 Milliarden Euro einen großen KI-Gewerbepark, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch meldete. Dort sollen sich bis zu 400 Firmen ansiedeln.

Angelockt werden sollen insbesondere Jungunternehmen, die sich mit der Aufbereitung riesiger Datenmengen ( Big Data), der biometrischen Personenerfassung, maschinellen Lernprozessen (Deep Learning) sowie der Auslagerung von Speicher- und Software-Diensten ins Internet (Cloud Computing) befassen. Xinhua berief sich auf einen Behördenbericht des Bezirks Mentougou im Westen Pekings. Zuletzt hatte die Metropole bereits Entwürfe für eine Testzone zur Entwicklung des autonomen Fahrens vorgestellt.

Bis 2025 KI-Marktführer

KI wird für viele Branchen immer wichtiger. Forscher versuchen dabei, menschliche Wahrnehmung und menschliches Verhalten durch Maschinen nachzubilden. Auch die deutsche Politik drängt darauf, dieses Thema rasch voranzutreiben.

China will in der KI bis zum Jahr 2025 in die weltweite Spitze vordringen. Die heimische Branche soll nach dem Willen des Staatsrats dann umgerechnet 51 Mrd. Euro schwer sein. Es gibt bereits Spannungen mit den USA durch konkurrierende KI-Anwendungen in der Militärtechnologie. Allerdings entfalten die massiven Investitionen der Volksrepublik in der Zukunftstechnologie auch eine Sogkraft für ausländische Unternehmen. So kündigte Google vergangenen Monat an, in Peking ein KI-Forschungsteam aufzubauen, obwohl die US-Suchmaschine in China blockiert wird.