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Bilanz
10/21/2013

Philips profitiert von Sparkurs und Neuausrichtung

Ein harter Sparkurs und gute Geschäfte in Schwellenländern haben dem Elektronikkonzern Philips einen überraschend kräftigen Gewinnschub beschert.

Bereinigt um die Kosten für die Neuordnung des Konzerns legte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) im dritten Quartal um ein Drittel auf 634 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Unterm Strich wuchs der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 105 auf 281 Millionen Euro bei 5,6 Milliarden Euro Umsatz.

Stellenabbau

Der niederländische Konzern hat sich einen großen Umbau mit umfangreichem Stellenabbau verordnet. Schwerpunkte des Programms sind das Geschäft mit Gesundheitstechnik sowie die Lichtsparte. Philips konzentriert sich hier auf die LED-Technik und fährt die Produktion der herkömmlichen Glühbirnen herunter. Bislang sind dem Sparkurs bereits knapp 6000 Stellen zum Opfer gefallen, insgesamt geht es um den Abbau von 9100 Stellen. Philips-Chef Frans van Houten warnte vor einer weiterhin schwierigen weltwirtschaftlichen Lage.

Gesundheitstechnik und Pflegeprodukte

Im umsatzträchtigsten Geschäft mit der Gesundheitstechnik, in dem die Niederländer auch mit der deutschen Siemens oder dem US-Konzern General Electric konkurrieren, hielt sich der Umsatz zwar auf dem Vorjahresniveau, die Aufträge gingen aber quer durch fast alle Regionen zurück. Nur China und Indien stachen mit Zuwächsen heraus. Der Gewinn der Sparte stieg leicht. Bei der Konsumelektronik half Philips eine starke Nachfrage nach Geräten wie Rasierern und Zahnbürsten. Sowohl in den Schwellenländern als auch in Nordamerika legten die Erlöse kräftig zu, während sie in Europa stabil blieben. Beim Gewinn legte die Sparte zu.