B2B
28.01.2016

Qualcomm leidet unter schwachem Smartphone-Geschäft

Chiphersteller Qualcomm verzeichnet einen Umsatzrückgang um 19 Prozent im Jahresvergleich. Der gesättigte Smartphone-Markt und Konkurrenten bremsen den Verkauf.

Der amerikanische Chiphersteller Qualcomm bekommt die Umwälzungen in der Smartphone-Branche weiterhin kräftig zu spüren. Der Umsatz fiel im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar ( (5,3 Mrd. Euro). Der Gewinn brach in dem Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um fast ein Viertel auf 1,5 Mrd. Dollar ein, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Qualcomm sieht sich seit einiger Zeit mit einem Berg an Problemen konfrontiert. Zum einen kühlen die Smartphone-Verkäufe ab, insbesondere im riesigen chinesischen Markt. Zum anderen gibt es einen harten Konkurrenzkampf unter den Chipherstellern, der noch dadurch verstärkt wird, dass die Großkunden Apple, Samsung und Huawai zunehmend ihre benötigten Komponenten selbst entwickeln.

Stellenabbau

Konzernchef Steve Mollenkopf hatte deshalb im Sommer den Abbau von 15 Prozent der Stellen angekündigt. "Wir sind auf Kurs mit unseren Kostensenkungs-Initiativen", erklärte er nun. Bereits im abgelaufenen Quartal hätten sich die Einsparungen ausgezahlt. Zudem habe Qualcomm mehrere Verträge in China unterschrieben, betonte Mollenkopf.

Auch für das laufende zweite Geschäftsquartal sagte Qualcomm jedoch deutlich fallende Umsätze und Gewinne voraus. Die Aktie verlor nachbörslich 0,61 Prozent.