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08.02.2012

Ranking: Google ist grünstes IT-Unternehmen

Die Umweltorganisation Greenpeace hat am Mittwoch die fünfte Fassung seines Cool IT-Rankings veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Google das bisher führende Unternehmen Cisco ablöst. Ericsson landet auf dem dritten Platz der weltweit grünsten IT-Firmen, Oracle landet an letzter Stelle.

Google hat die bisherige Nummer 1 Cisco auf Platz 2 verdrängt, Ericsson folgt auf dem dritten Platz. Beim Engagement für den Klimaschutz und der vermehrten Nutzung Erneuerbarer Energieträger für die betriebliche Infrastruktur hat Google besonders gut abgeschnitten“, erklärt Greenpeace-Sprecherin Claudia Sprinz.

Das Ranking bewertet die weltweit 21 größten IT- und Telekommunikations-Unternehmen hinsichtlich der Entwicklung von IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige, der Senkung der eigenen Treibhausgasemissionen sowie vermehrten Nutzung Erneuerbarer Energieträger sowie dem Engagement für Klimaschutz und Energieeffizient in Politik und Öffentlichkeit.

Klimaschutz: Softbank in Japan
Das bisher beste Ergebnis im Bereich Engagement für Klimaschutz in Politik und Öffentlichkeit erzielt das japanische Telekommunikations-Unternehmen Softbank, das sich in Japan für einen raschen Wechsel von nuklearen zu Erneuerbaren Energieträgern einsetzt. Softbank bekommt dafür 33 von maximal 35 Punkten, das bislang höchste Ergebnis in der Kategorie Engagement für Klimaschutz in Politik und Öffentlichkeit.

Google, Cisco und Dell fallen zudem positiv auf, weil sie für ihre Infrastruktur weltweit mittlerweile mehr als 20 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energieträgern einsetzen. Oracle ist nach wie vor an letzter Stelle, weil verabsäumt wurde, den Energieverbrauch hinsichtlich Erneuerbarer als auch fossiler und nuklearer Energieträger offenzulegen.

"Einfluss ihrer Innovationskraft nutzen"
Während Unternehmen wie Cisco, IBM, Ericsson und Fujitsu verstärkt Lösungen hinsichtlich Erneuerbarer Energieträger anbieten, mangelt es bei vielen Unternehmen an Verantwortung zu politischer Führung. „IT-Unternehmen müssen ihren Einfluss und ihre Innovationskraft dazu nutzen, um den Widerstand konventioneller Energie-Konzerne zu überwinden, die den Status Quo mit Kohlekraft, Öl und Atomenergie beibehalten wollen und den Wandel in Richtung Erneuerbarer Energie blockieren“, so Sprinz.

Apple fehlt im Ranking
Apple wurde im Rahmen des Cool IT-Ranking laut Angaben von Greenpeace dieses Mal noch nicht ausgewertet. "Apple hat sich in dem Bereich der IT-Lösungen, die etwas zum Klimaschutz beitragen, eher zurückhaltend gezeigt  und ist daher im Ranking nicht vertreten. Wir würden uns natürlich wünschen, dass Apple sich auch in dem Bereich engagieren würde", so Sprinz zur futurezone. Im nächsten Cool IT-Ranking sollen sowohl Apple als auch Facebook allerdings vorraussichtlich vertreten sein.

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