B2B
14.05.2013

Riesendividende als Anreiz für Verizon-Verkauf

Der US-Mobilfunker Verizon Wireless zahlt Vodafone sieben Milliarden Dollar Dividende. Vodafone hält 45 Prozent an dem Joint Venture, doch der Verizon Mutterkonzern will den Anteil des ungeliebten britischen Partners übernehmen. Ein 100 Milliarden Dollar schweres Angebot ist vielen Vodafone-Aktionären jedoch zu wenig.

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone verdient weiter prächtig an seinem Joint Venture in den USA, aus dem ihn sein Partner Verizon herauskaufen will. Verizon Wireless kündigte an, seinen beiden Mutterkonzernen Vodafone und Verizon Communications im Juni eine Dividende von insgesamt 7 Mrd. Dollar (5,4 Mrd. Euro) zu zahlen. Das ist zwar etwas weniger als bei den beiden vorherigen Ausschüttungen im vierten Quartal und im Jänner 2012, aber mehr als von Analysten erwartet. Experten hatten damit gerechnet, dass Verizon über eine geringere Dividendenzahlung Druck auf Vodafone ausüben könnte, dem Verkauf seines Anteils zuzustimmen.

Verizon-Chef Lowell McAdam hatte kürzlich erklärt, Wireless könnte dieses Jahr nur eine magere Dividende abwerfen. "Ich würde das nicht mager nennen", sagte Analyst Jonathan Schildkraut von Evercore. Es sehe nicht danach aus, dass die Dividende Teil von Verizons Verhandlungsstrategie sei. Als Mehrheitseigner hat Verizon das letzte Wort über Ausschüttungen.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters bereitet Verizon ein 100 Mrd. Dollar schweres Angebot für den Vodafone-Anteil an dem profitablen Mobilfunkgeschäft vor. Vodafone hält 45 Prozent an dem US-Marktführer, der Rest liegt bei den Amerikanern. Experten erwarten ein intensives Feilschen um das Paket. Einige Vodafone-Aktionäre haben bereits ein höheres Angebot gefordert. Verizon sucht schon seit Jahren nach Wegen, um den ungeliebten Partner loszuwerden.

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