Wettbewerb
09/26/2011

Samsung hält an Tablet-Verkaufsziel fest

Trotz der juristischen Auseinandersetzung mit dem Konkurrenten Apple

Südkoreas Computerkonzern Samsung gibt sich trotz der erbitterten juristischen Auseinandersetzung mit Konkurrent Apple um die Vorherrschaft auf dem Tablet-Markt optimistisch. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere früher im Jahr getroffenen Verkaufsziele für Tablets und Handys erreichen werden“, sagte der Chef der Samsung-Telekommunikationsabteilung, JK Shin, am Montag.

Die Südkoreaner peilen an, den Absatz der Klein-Computer um mehr als das Fünffache zu steigern. Zudem wollen sie 300 Millionen Mobilfunkgeräte verkaufen. Apple hat den Verkauf von Samsung-Tablets gerichtlich in Deutschland untersagen lassen. In Australien verzögert sich die Markteinführung des neuen Modells. Analysten halten es für wahrscheinlich, dass das Geschäft von Samsung in Mitleidenschaft gezogen wird.

Touchscreen-Technologie als Streitpunkt
Apple hat seinem südkoreanischen Konkurrenten Samsung in Australien Verstöße gegen Patente für Touchscreen-Technologien vorgeworfen. Zudem ähnele das Samsung-Tablet Galaxy Tab dem iPad von Apple im Aussehen, begründeten Apple-Anwälte am Montag vor dem australischen Bundesgerichtshof ihre im August eingereichte Klage. Apple will damit ein Verkaufs- und Werbeverbot für das Galaxy Tab erreichen. Samsung weist die Vorwürfe zurück, hat aber zugesagt, den Verkaufsstart bis zu dem noch diese Woche erwarteten Urteil zu verschieben.

Samsung seinerseits hat in Australien Apple verklagt. Der Technologiekonzern will dadurch Apple-Patente für nichtig erklären lassen. Zudem wirft Samsung dem US-Unternehmen vor, gegen Samsung-Patente zum drahtlosen Internetzugang verstoßen zu haben.

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