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Elektronik
03/18/2014

Samsung Österreich: "Uns kann man noch Vieles zutrauen"

Martin Wallner wird zum wichtigsten Manager bei Samsung Österreich. Er will nach Mobiltelefonen und Flat-TVs auch in anderen Kategorien Nummer eins werden.

Samsung belegt bei Mobiltelefonen Platz eins, wie auch bei den Flat-TVs und im Display-Geschäft. Aber das reicht dem neuen Vice President Sales bei Samsung Österreich, Martin Wallner, noch lange nicht. Samsungs oberster Verkaufschef in Österreich will auch in den übrigen Bereichen, in denen Samsung präsent ist, vorne mitmischen. So auch bei der Office-Automatisierung und bei der Weißware, also Kühlschränken, Waschmaschinen und den übrigen großen Küchengeräten.

Hart umkämpfter Markt

Er wisse, dass dieser Markt fest in der Hand von starken Mitbewerbern und einer der am härtesten umkämpften Märkte sei, aber das könne sich rasch ändern. „Bei Waschmaschinen und Kühlschränken sind wir mit unseren Innovationen schon vorne dabei“, sagt Wallner im futurezone-Interview, „auf der CES haben wir bereits unsere Chef Collection präsentiert, die nicht nur mit den Top-Geräten mithalten kann, sondern auch die Expertenwelt überzeugt hat.“ In Österreich gibt es die Chef Collection noch nicht. „Aber technologisch kann man uns zutrauen, dass wir Vieles zustande bringen, wenn wir wollen.“ Und Samsung hat die Absicht, künftig auch in der Küche eine immer größere Rolle zu spielen.

Die Ziele für die Zukunft sind klar: Das TV- und Mobile-Geschäft müsse weiter wachsen und die anderen Bereiche wie etwa im Education-Bereich – Samsung ist beim Thema Smart School stark vertreten – will man forcieren bzw. aufholen. Wallner: „Wir werden unser Portfolio in noch mehr Produktkategorien aufteilen und für jede wird es einen eigenen Verantwortlichen geben.“ Auch neue Kategorien, wie etwa Klimaanlagen oder Printing Solutions werde es geben. „Wir werden keine Druckstraßen aufbauen, aber wenn man ein großer Office-Partner sein will, muss man auch solche Produkte im Portfolio haben.“

"Starker Player"

„Vor zwölf Jahren trat Samsung mit dem Ziel an, die Nummer eins im TV-Geschäft zu werden“, erzählt Wallner. „Damals schien das unmöglich, aber die Skeptiker haben sich geirrt.“ Die Geschichte habe sich am Mobilfunkmarkt, für den Wallner in den vergangenen sieben Jahren verantwortlich war, wiederholt. 2007 - Nokia hatte damals in Österreich einen Marktanteil von mehr als 60 Prozent – formulierte Wallner ebenfalls die Nummer-eins-Position als Ziel – und hat es erreicht. „Genau genommen geht es nicht nur um die Nummer eins, sondern darum, ein starker Player zu werden.“

Wallner, 41 und zweifacher Familienvater, hat 15 Jahre Berufserfahrung in der Telekom-Branche (Siemens, BenQ) ist seit Februar 2007 bei Samsung und hat den Erfolgslauf des südkoreanischen Konzerns miterlebt: „Es macht mir Spaß, Teil einer erfolgreichen Firma zu sein, auch wenn es hart ist. Aber wo ist es nicht hart?“

Wallner ist übrigens der erste österreichische Samsung-Mitarbeiter, der zum Vice President ernannt wurde. Als Vice President Sales ist Wallner auch für die Vertriebsstruktur verantwortlich. Vor zwei Jahren hat Samsung sein Shop-in-Shop-Konzept vorgestellt, also eigene Samsung-Abteilungen im Elektrohandel. Diese werden zwar beibehalten, es könnte künftig aber auch eigene Samsung-Geschäfte geben. „Wir als Samsung werden sicherlich keine eigenen Stores betreiben, aber wir evaluieren gerade, ob wir gemeinsam mit Partnern Samsung-Stores realisieren werden“ so Wallner. Die Idee dahinter: Ein Händler darf im Namen von Samsung das Geschäft betreiben, „aber es muss sich für den Händler rechnen und darf den Markt nicht ruinieren, nur so kann ein faires Konzept aussehen.“

Neue Aufgaben

Martin Wallner, der Senior Director IT & Mobile war, übernimmt in seiner neuen Position die zusätzlichen Agenden von Gerald Reitmayr, der als Senior Director den Consumer Bereich (Flat-TV, Weißware) bis dato über hatte. Reimayr wechselt als European Head of Retail Business zum European Headquarter von Samsung nach London, wo er an den Chief Marketing Officer Stephen Taylor berichtet.

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