B2B
24.01.2017

Samsung verdient deutlich mehr trotz Galaxy Note 7

Trotz des Debakels um brennende Akkus konnte der Smartphone-Marktführer das Geschäftsjahr mit einem kräftigen Plus abschließen.

Ungeachtet des Debakels um brennende Akkus bei seinem Vorzeige-Smartphone Galaxy Note 7 hat Samsung im vierten Quartal 2016 den Gewinn stark gesteigert. Der operative Gewinn sei auf 9,2 Billionen Won (7,4 Milliarden Euro) gestiegen, berichtete der Smartphone- Marktführer aus Südkorea am Dienstag in einer Börsenmitteilung. Der Gewinn lag im Jahr zuvor bei 6,14 Billionen Won. Dafür war vor allem die boomende Chipsparte verantwortlich, die ihr Ergebnis um 77 Prozent auf den Rekordwert von vier Milliarden Euro steigerte. Der Konzernumsatz stagnierte bei 42,6 Milliarden Euro.

Schlechter Ausblick für 2017

Samsung hob die guten Geschäfte mit Speicherchips und Bildschirmen im Schlussquartal 2016 hervor. Auch in der Mobil-Sparte sei das Ergebnis dank solider Verkäufe der anderen Smartphone-Premiummodelle Galaxy S7 und S7 Edge gestiegen. Das Note 7 hatte Samsung im Oktober wegen Akku-Problemen vom Markt genommen. Samsung gab am Montag die Gründe und Auswirkungen der umfangreichen Rückrufaktion bekannt.

Samsung dämpfte aber zugleich die Erwartungen für 2017. So warnte der Konzern vor einem Gewinnrückgang im laufenden Quartal. Das Ergebnis werde niedriger ausfallen als im abgelaufenen Vierteljahr. Samsung erklärte dies mit höheren Marketingausgaben in der Handysparte und sinkenden Umsätzen im Fernsehergeschäft aufgrund der saisonüblichen schwachen Nachfrage. Zudem verspäte sich das neue Flaggschiff Galaxy S8.