Software
07/27/2011

SAP poliert Jahresprognose auf

Europas größter Softwarekonzern zeigt Optimismus für die Zukunft

Nach einem glänzenden zweiten Quartal steigt bei Europas größtem Softwarekonzern SAP der Optimismus. Das um Währungseffekte bereinigte Betriebsergebnis (Non-IFRS) werde in diesem Jahr nahe bei 4,65 Mrd. Euro liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Bisher hatte SAP eine Spanne von 4,45 bis 4,65 Mrd. angegeben, von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 4,55 Mrd. Euro gerechnet. Auch die Software- und Wartungserlöse sollen dank einer hohen Nachfrage nach Firmensoftware 2011 voraussichtlich eher um 14 als um zehn Prozent wachsen. Die Aktie legte im Dax um 3,6 Prozent auf 43,49 Euro zu.

Erwartungen übertroffen
Im zweiten Quartal seien die Software- und Wartungserlöse bei konstanten Wechselkursen um ein Fünftel auf 2,59 Mrd. Euro und das Betriebsergebnis um 26 Prozent auf 1,02 Mrd. Euro gestiegen - beide damit deutlich stärker als von Experten erwartet. Der Nettogewinn wuchs um ein Viertel auf 703 Mio. Euro. SAP erklärte, der Umsatz habe im sechsten Quartal in Folge um mehr als zehn Prozent zugelegt. Finanzvorstand Werner Brandt sagte: „Die starke Kundennachfrage (...) ist eine gute Basis, um unser Ziel von mindestens 20 Mrd. Euro Umsatz im Jahr und einer operativen Marge von 35 Prozent bis Mitte des Jahrzehnts zu erreichen“.

Im zweiten Quartal habe sich die operative Umsatzrendite um 1,5 Prozentpunkte auf 30,8 Prozent verbessert. Für das Gesamtjahr geht Europas größter Software-Konzern aber weiterhin von einem Anstieg auf 32,5 bis 33,0 (2010: 32,0) Prozent aus.

170.000 Firmen als Kunden
SAP zählt 39 Jahre nach der Unternehmensgründung mittlerweile weltweit rund 170.00 Firmen als Kunden. Mit den Software-Produkten steuert etwa Apple seine Online-Verkäufe oder der Modehersteller Hugo Boss seine Designentwicklung. Die schärfsten Konkurrenten Oracle, Microsoft und Sage hält SAP auf Abstand. Größter Rivale in Deutschland ist die Software AG aus Darmstadt.

Künftig müssen die Walldorfer verstärkt mittelständische Unternehmen gewinnen und Software - statt wie bisher zum Kauf - auch zur Miete über das Internet anbieten. Das entsprechende Mietprogramm „Business by Design“ kam erst mit jahrelanger Verspätung auf den Markt und verkauft sich noch schleppend.

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