B2B 20.10.2014

SAP: Starkes Cloud-Geschäft drückt Gewinn

Das erfolgreiche Cloud-Geschäft drückt den Gewinn von SAP etwas. Das sei jedoch nur ein kurzfristiger Effekt, längerfristig sei dieser Weg profitabler.

Der Umstieg der Kunden auf Cloud-Software dämpft die Gewinnerwartung des Software-Konzerns SAP für dieses Jahr. Das operative Betriebsergebnis werde 2014 in einer Spanne von 5,6 bis 5,8 Milliarden Euro liegen statt bei 5,8 bis 6,0 Milliarden Euro, teilte SAP am Montag mit. Grund sei die zunehmende Nachfrage der Kunden nach der Mietsoftware aus dem Internet, da sich die Erlöse hier auf einen längeren Zeitraum verteilen als beim Lizenz-Verkauf.

Kurzfristiger Effekt

Der Wechselkurs soll den Gewinn unterdessen nicht mehr belasten, während vor drei Monaten noch ein dämpfender Effekt von zwei Prozent erwartet worden war. Das Umsatzziel für Cloud-Software hob SAP leicht an auf 1,04 bis 1,07 Milliarden Euro von bisher 1,00 bis 1,05 Milliarden Euro. SAP-Chef Bill McDermott erklärte, der Gewinn werde nur kurzfristig durch den Ausbau des Cloud-Geschäfts gedämpft. Langfristig sei es profitabler, da der Anteil fest kalkulierbarer Umsätze steige. Von einem Senken der Gewinnprognose könne deshalb keine Rede sein, zumal der Software-Verkauf über das Internet rapide wachse.

Im dritten Quartal übertraf SAP die Umsatzprognose von Analysten, während das Betriebsergebnis leicht hinter den Erwartungen zurückblieb. Von Juli bis September steigerte der Walldorfer Software-Konzern den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um fünf Prozent auf 4,256 Milliarden Euro. Mit Cloud-Produkten erzielte SAP 278 Millionen Euro an Erlösen, ein Plus von 42 Prozent währungsbereinigt.

Knapp unter Erwartungen

Das um Wechselkurse und Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis legte um drei Prozent auf 1,36 Milliarden Euro zu. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Konzernumsatz von 4,23 Milliarden Euro bei einem Cloud-Umsatz von 266 Millionen Euro gerechnet. Beim Ergebnis hatten die Experten 1,37 Milliarden Euro prognostiziert.

( rts ) Erstellt am 20.10.2014