B2B
16.08.2014

Schriftsteller-Protest gegen Amazon weitet sich aus

Immer mehr Autoren schließen sich dem Protest gegen Amazon an. Allein in Deutschland unterschrieben bereits mehr als 900 Schriftsteller den offenen Brief.

Immer mehr Schriftsteller schließen sich dem Protest gegen die Methoden des Onlinehändlers Amazon an. Einen offenen Brief unterzeichneten bis Samstagmittag 928 Autorinnen und Autoren, wie die Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland auf ihrer Webseite mitteilte. Darunter sind weitere prominente Namen wie Amelie Fried, Franziska Sperr, Christoph Hein, Doris Dörrie, Gaby Hauptmann, Jan Brandt und Ilija Trojanow.

Zuvor hatten bereits prominente Namen wie Elfriede Jelinek, Ingrid Noll, Eva Rossmann und Nele Neuhaus sowie Günter Wallraff und John von Düffel gegen Schikanen des Händlers unterzeichnet.

In dem Brief werfen die Autoren dem Unternehmen vor, gezielt Empfehlungslisten zu manipulieren und Bücher bestimmter Verlage verlangsamt auszuliefern, um höhere Rabatte durchzusetzen. Die Autoren würden im Konflikt mit Verlagen in „Beugehaft“ genommen.

Protest in den USA

Ausgegangen waren die Proteste von US-Autoren. In den USA hatten schon mehr als 900 Autoren, darunter Stephen King und John Grisham, mit einem offenen Brief gegen Amazon protestiert. Dabei ging es um den seit Monaten schwelenden Streit mit dem US-Verlag Hachette.