B2B
01/17/2013

Sharp will Fernseherfabrik an Lenovo verkaufen

Der japanische Elektronikkonzern plant laut Reuters den Verkauf einer Fernsehfabrik in China an den Konkurrenten Lenovo. Auch Partnerschaften in anderen Bereichen mit Lenovo werden laut der Nachrichtenagentur geprüft. Die Aktie des in der Krise steckenden Konzerns stieg nach dem Aufkommen der Gerüchte stark.

Der schwer angeschlagene japanische Eletronikkonzern Sharp erwägt den Verkauf seiner Fernseherfabrik in China an den Computerhersteller Lenovo. Sharp sei in Gesprächen über die Veräußerung des LCD-TV-Werks in Nankings, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Auch eine Partnerschaft von Lenovo bei anderen Tochtergesellschaften werde geprüft. Die Sharp-Aktie legte mehr als zehn Prozent zu.

Milliarden-Verluste
Sharp hatte im November angekündigt, möglicherweise nicht alleine weiter existieren zu können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der Anbieter von Aquos-Fernsehern seinen Verlust auf 5,6 Mrd. Dollar (4,22 Mrd. Euro) verdoppelt. Vor allem die hohen Schulden drücken und schränken den Konzern ein, da er seine Fabriken und Büros bereits mit hohen Hypotheken für Not-Finanzierungen belastet hat. Auch Hon Hai ist mit Sharp in Gesprächen über den Verkauf einer Fernseherfabrik. Zuletzt hatte Qualcomm bereits zugestimmt, 120 Mio. Dollar in den japanischen Konzern zu investieren.

Mehr zum Thema

  • Bericht: Qualcomm-Einstieg bei Sharp ist fix
  • Sharp verkauft TV-Fabriken an Foxconn
  • Sharp will mit Dell kooperieren