B2B
05.03.2013

Sicherheitsprobleme durch verlorene Geräte

Laut einer Studie hat die Hälfte der befragten Unternehmen bereits ein Gerät verloren, auf dem wichtige Unternehmensdaten gespeichert waren. Bei mehr als einem Fünftel waren Sicherheitsprobleme die Folge.

Wie die Studie von Varonis, einem Anbieter von Data-Governance-Software zeigte, ist es fast drei Vierteln der Mitarbeiter erlaubt, über ihre privaten Geräte auf Unternehmensdaten zuzugreifen. Unabhängig davon, ob Bring Your Own Device (BYOD) an ihrem Arbeitsplatz erlaubt ist, ist die Nutzung der mobilen Geräte intensiv: 86 Prozent von ihnen verwenden ihre Geräte Tag und Nacht für die Arbeit – 44 Prozent sogar während der Mahlzeiten. Daneben erachten sich 20 Prozent der Studienteilnehmer als „Fast-Workaholic", 15 Prozent nehmen ihre Geräte mit in den Urlaub, und für sieben Prozent gibt es nach eigenen Angaben keine Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben.

Richtlinien
Laut der Studie scheint die Einführung von BYOD-Richtlinien einen kleinen, wenn auch statistisch unbedeutenden positiven Effekt auf die Sicherheit zu haben. Denn in Unternehmen, die über BYOD-Richtlinien verfügen, ereigneten sich fünf Prozent weniger Sicherheitsvorfälle.

Varonis empfiehlt den Unternehmen dennoch, klare BYOD-Richtlinien zu verfassen, damit die Mitarbeiter wissen, was mit den mobilen Geräten erlaubt ist und was nicht. Die Richtlinien sollen auch entsprechend kontrolliert werden.

Sicherheitsmechanismen
Die bei weitem beliebteste Methode zur Sicherung mobiler Geräte ist der Passwortschutz (57 Prozent). 35 Prozent der Unternehmen setzen Geräte per Fernzugriff zurück, während 24 Prozent Verschlüsselungsmethoden einsetzen.

Die Mitarbeiter sorgen sich nicht nur um die Sicherheit ihrer Organisation. 57 Prozent glauben, dass die Verwendung eines privaten Geräts für Arbeitszwecke auch ein Sicherheitsrisiko für sie persönlich darstellen könnte – beispielsweise durch die Offenlegung und den Missbrauch vertraulicher Gesundheitsdaten sowie sonstiger persönlicher Informationen.

Fast ein Viertel der Studienteilnehmer erklärte, eigene Geräte häufiger während der Arbeitszeit für private Zwecke zu nutzen, als sie gegenüber ihren Vorgesetzten zugaben.

Die gesamte Studie steht auf der Webseite von Varonis zum Download bereit.

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