Zahlen

Siemens hebt Prognosen an

Nach einem starken zweiten Geschäftsquartal hat Siemens seine Gewinnprognose angehoben. Der Konzern erwartet nun für das laufende Geschäftsjahr 2010/2011 einen Gewinn aus fortgeführten Geschäften von mindestens 7,5 Milliarden - das wäre ein Plus von 75 Prozent im Vergleich zu den 4,3 Milliarden Euro, die der Konzern im Vorjahr verdiente. Bisher war Siemens von 25 bis 35 Prozent Zuwachs ausgegangen, hatte jedoch keine Zahl genannt.

Umsatzanstieg
Wie Siemens am Mittwoch in München mitteilte, legte der Umsatz im zweiten Quartal um sieben Prozent auf 17,7 Milliarden Euro zu. Treibende Kraft war vor allem der Energiesektor. Unter dem Strich verdiente Siemens 3,2 Milliarden Euro. Der Auftragseingang wuchs zwischen Januar und März um 28 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro. „Wir haben auf breiter Basis ein herausragendes Auftragswachstum erzielt“, sagte Siemens-Chef Peter Löscher. In den Schwellenländern legten Auftragseingang und Umsatz überdurchschnittlich zu.

Der Gewinn wird allerdings durch den Verkauf des 34-Prozent-Anteils von Siemens am französischen Atomkonzern Areva in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bereichert. Nicht in die Rechnung ein gehen die Ergebnisse aus der verkauften IT-Sparte SIS sowie der Lichttochter Osram, die im Herbst an die Börse gehen soll. Mit SIS und Osram beträgt der Gewinn 2,8 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal 2010 waren es 1,5 Milliarden Euro.

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