Bericht
05/23/2011

Siemens kehrt Atomkraft den Rücken

Der Münchener Konzern zieht die Konsequenz aus der Japan-Katastrophe.

Siemens bereitet seinen Ausstieg aus der Atomkraft vor. Die Grundsatzentscheidung für die Kehrtwende sei bereits gefallen, berichtet das Handelsblatt mit Hinweis auf Unternehmenskreise. Als Hürde gilt ein kürzlich eingegangenes Bündnis mit dem russischen Staatskonzern Rosatom, mit dem Geschäfte im Atombereich geplant waren. Der Konzern fürchtet laut Informationen der Zeitung, dass die Brüskierung des Partners negative Auswirkungen auf das gesamte Russland-Geschäft von Siemens haben könnte.

Offiziell wollte Siemens die Informationen noch nicht bestätigen. Die Entscheidung über die künftige Atomstrategie werde man "unter Berücksichtigung von Japan und des weltweiten Marktumfelds" treffen. Dabei würden auch "gesellschaftliche und politische Aspekte" berücksichtigt, so der Konzern. Hinter der Entscheidung könnte neben dem nun schwierigeren Marktumfeld nach der Katastrophe auch Imagegründe stehen. So konnte Siemens in den vergangenen Jahren vor allem auch als Anbieter von Wind- und Sonnenenergie sowie effizienten Gasturbinen punkten. Vorstandschef Peter Löscher hat darüber hinaus wiederholt das grüne Image des deutschen Technologiekonzerns unterstrichen.

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