B2B
04.02.2015

Sony streicht in Mobilsparte insgesamt 2.100 Stellen

Der Sparkurs bei Sony Mobile fällt deutlicher aus als bisher bekannt. Der Konzern will sich künftig auf wenige Märkte konzentrieren.

Der angeschlagene japanische Elektronikkonzern Sony streicht in seiner Mobilsparte bis zum Frühjahr 2016 insgesamt 2.100 Stellen. Nachdem bisher der Wegfall von 1.000 Arbeitsplätzen geplant war, gab Sony-Finanzchef Kenichiro Yoshida am Mittwoch die Streichung von 1.100 weiteren Jobs bekannt. Damit soll die Zahl der Beschäftigten der Abteilung Sony Mobile Communications bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2015/2016 um etwa ein Drittel schrumpfen.

Galerie: Sony Xperia Z3

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Sony Xperia Z3

Sony Xperia Z3

Sony Xperia Z3

Sony Xperia Z3

Sony Xperia Z3

Sony Xperia Z3

Sony Xperia Z3

Sony Xperia Z3

Xperia Z3 im Vergleich mit dem Z2

Xperia Z3 im Vergleich mit dem Z2

Xperia Z3 im Vergleich mit dem Z2

Xperia Z3 im Vergleich mit dem Z2

Die Stellenstreichungen kosten das Unternehmen den Angaben zufolge 30 Mrd. Yen (224,75 Mio. Euro). Sony verspricht sich ab 2016/2017 dadurch aber Einsparungen in Höhe von 90 Mrd. Yen. Der Elektronikkonzern leidet vor allem im Smartphone-Geschäft unter der harten Konkurrenz. Sony will sich deshalb vor allem auf Länder wie die USA, Japan oder Frankreich als Absatzmarkt konzentrieren, wo Modelle wie das Xperia trotz der Konkurrenz mit Produkten von Samsung und Apple geschätzt werden.

Folgen von Hacker-Angriff

Im zurückliegenden Quartal legten die Smartphone-Verkäufe von Sony wieder zu, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab. Zudem hätten ein günstiger Wechselkurs und gesteigerte Einnahmen aus dem Geschäft mit Bildsensoren und der Playstation dem Unternehmen zwischen Oktober und Dezember einen Gewinn von schätzungsweise 178,3 Mrd. Yen beschert.

Im November machte Sony ein Hackerangriff auf sein Filmstudio zu schaffen, weswegen auch die endgültige Vorlage der Quartalszahlen verschoben wurde. Die US-Regierung macht Nordkorea für die Cyber-Attacke verantwortlich. Hintergrund ist die Komödie "The Interview" um Machthaber Kim Jong Un. Sony hatte nach Drohungen von Hackern die Premiere zunächst abgesagt, den Film dann aber doch in die Kinos gebracht.

20 Milliarden Yen Verlust

In den neun Monaten bis Dezember habe sich voraussichtlich aber ein Verlust von 20,1 Mrd. Yen angehäuft - nach einem Gewinn von 9,9 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum, erklärte Sony mit Verweis auf erste Schätzungen. Für das bis Ende März laufende Gesamtjahr rechnete das Unternehmen wegen des guten Ergebnisses im dritten Quartal nun aber nur noch mit einem Verlust von 170 Mrd. Yen. Bisher war Sony von einem Verlust in Höhe von 230 Mrd. Yen ausgegangen.