Mobilfunk
05/13/2011

Stellenabbau bei kroatischer TA-Tochter

130 Mitarbeiter von Vipnet müssen krisenbedingt gehen

Vipnet, die kroatische Mobil-Tochter der Telekom Austria, hat diese Woche 130 von 1100 Mitarbeitern gekündigt, berichteten kroatische Medien. Laut Unternehmen war die Wirtschaftskrise und die damit einhergehende geringere Kaufkraft und die in Kroatien während der Krise eingeführte Telekomsteuer ausschlaggebend für den Jobabbau. Vipnet habe in den vergangenen Jahren einen steten Anstieg der Beschäftigten gehabt, doch nun müsse man das Unternehmen umstrukturieren, um konkurrenzfähig zu bleiben, hieß es in einem Statement. Der Abbau betrifft vor allem das mittlere Management.

Abwärtstrend
Vipnet verzeichnete auch im ersten Quartal 2011 einen Abwärtstrend: Die Umsätze fielen um zehn Prozent auf 90,3 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen(EBITDA) fiel um 13,6 Prozent auf 24,9 Millionen Euro. Trotz eines Kundenzuwachs von 1,8 Prozent ging der Marktanteil im kroatischen Telekommunikations-Markt um 1,8 Prozent auf 41,9 Prozent zurück.

Zukäufe geplant
Vipnet ist seit 1999 in Kroatien tätig. Das Unternehmen will Medienberichten zufolge dennoch Akquisitionen tätigen. Im Gespräch sind Metronet, B.net, Optima Telekom und H1. Am aussichtsreichsten soll laut der Zeitung „Business.hr“ der Kauf von B.net sein.