B2B
09.05.2016

Streaming ist nun wichtigste Geldquelle für Warner Music

Während die Download-Einnahmen sinken, springen die Streaming-Erlöse regelrecht in die Höhe und werden damit zur zentralen Einnahmequelle

Das ist ein Meilenstein für den Wandel der Musikindustrie: Erstmals sind für einen der drei großen Konzerne Streaming-Einnahmen zur größten Geldquelle geworden. Die US-Firma Warner Music erlöst mit Musik aus dem Netz inzwischen mehr als mit Downloads und dem Verkauf von CDs und DVDs.

Im vergangenen Quartal sprangen die Streaming-Einnahmen im Jahresvergleich um 72 Millionen Dollar hoch, bei den Downloads gab es dagegen einen Rückgang von 17 Millionen Dollar. Insgesamt wuchs das rein digitale Geschäft bei Warner Music damit um ein Fünftel auf 328 Millionen Dollar, wie aus dem am Wochenende veröffentlichten ausführlichen Quartalsbericht hervorgeht. Mit den physischen Tonträgern wie CDs erlöst der Musikkonzern inzwischen weniger als die Hälfte davon - 151 Millionen Dollar. Dieses Geschäft bleibt aber weitgehend stabil: Ein Grund für den Rückgang von vier Prozent sei der erstarkte Dollar gewesen, hieß es.

Streaming gilt als großer Hoffnungsträger der Musikwirtschaft. Der Marktführer Spotify aus Schweden hat über 30 Millionen zahlende Abo-Kunden.