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Gericht
05/14/2014

Streit zwischen Oracle und SAP geht in die nächste Runde

Oracle wirft SAP Datenklau vor, ein erstes Urteil sah eine Strafe von 1,3 Milliarden US-Dollar vor. Das Berufungsgericht wollte diese Summe aber noch nicht bestätigen

Der Rechtsstreit zwischen SAP und Oracle um die Höhe des Schadenersatzes nach dem Datenklau durch TomorrowNow hat die nächste Instanz erreicht. Ein Bundesberufungsgericht in Kalifornien zeigte sich bei einer mündlichen Verhandlung am Dienstag zwar wenig geneigt, die ursprünglich gegen die Deutschen verhängte Strafzahlung von 1,3 Milliarden Dollar zu bestätigen. Allerdings deuteten zwei der drei Richter an, die später festgelegte Summe von 272 Millionen Dollar erscheine ihnen wiederum zu niedrig. Ein Urteil fällte das Gericht zunächst nicht.

Milliarden-Urteil gekippt

Die SAP-Tochter TomorrowNow hatte über das Internet unrechtmäßig Software von Oracle geladen. Der deutsche Konzern hat dies bestätigt, strittig war nur die Höhe des Schadenersatzes. In dem ursprünglichen Verfahren verurteilte ein Geschworenen-Gericht in Nord-Kalifornien SAP 2010 zur Zahlung der Milliardensumme. Der Betrag wurde jedoch später von einem Bundesrichter gekappt.