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Großbritannien
06/18/2012

Studie: Ausgaben für Antivirensoftware zu hoch

Die britischen Behörden geben laut einer aktuellen Studie zu viel für Antivirensoftware aus. Die Autoren kritisieren, dass für die aktive Verfolgung von Cyberkriminellen zu wenig Geld zur Verfügung gestellt werde.

Eine aktuelle Studie kritisiert den Umgang der britischen Regierung mit Cyberkriminalität. Demnach gebe man zwar jährlich insgesamt 640 Millionen Pfund für die Verbesserung der Sicherheit aus, doch nur 10 Millionen davon fließen tatsächlich in die Verfolgung von Cyberkriminellen.

Handeln statt Aufklären gefordert
Laut Professor Ross Anderson, dem Autor der Studie, würde Cyberkriminalität eine unverhältnismäßig große Last für die Gesellschaft darstellen. "Tatsächlich stehen einige wenige Banden hinter einem Großteil der Vorfälle. Würde man sie einsperren, wäre dies viel effektiver als die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass sie Antivirensoftware kaufen müssen." Besonders der Online-Handel sei davon betroffen, da viele Menschen aus Angst vor Betrug auf Onlinetransaktionen verzichten würden. Das würde in weiterer Folge auch der Wirtschaft schaden, so Anderson.

Zusätzliche Investitionen geplant
Ein Vertreter der britischen Regierung sagte gegenüber der BBC, dass die Regierung Cyberkriminalität als gefährliche Bedrohung einstufe, doch der derzeitige Ansatz versuche die Balance zwischen "der Verteidigung unserer Interessen und der Verfolgung von Cyberkriminellen" zu finden. Demnach würde man in den nächsten vier Jahren zusätzlich zum derzeitigen Budget knapp 650 Millionen Pfund investieren um mehr Fachkräfte für den Kampf gegen Cyberkriminalität zu erhalten.

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