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B2B
07/19/2013

Surface RT macht Microsoft zu schaffen

Im vierten Quartal schreibt das Unternehmen fünf Milliarden Dollar Gewinn und steigert seinen Umsatz um zehn Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar. Dennoch bleibt das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück. Der Gewinn der Windows-Sparte halbierte sich. Auf den Surface RT musste der Konzern 900 Millionen Dollar abschreiben.

Nun leidet auch Microsoft unter den rückläufigen PC-Verkäufen. Überdies macht der eigene Tablet-Computer Surface RT dem Konzern zu schaffen. Das Gerät hat einen schweren Stand gegen Apples iPad und die oft billigeren Android-Tablets. Microsoft legte in der Folge am Donnerstag Geschäftszahlen vor, die hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben. Nachbörslich fiel die Aktie um mehr als sechs Prozent.

Bisher hatte Microsoft die Probleme auf dem Computermarkt ohne größere Blessuren überstanden. Die neue Finanzchefin Amy Hood räumte nun aber ein, dass Microsoft von den schrumpfenden PC-Verkäufen getroffen worden sei. Denn Laptops und Tischrechner werden zumeist zusammen mit einem Windows-Betriebssystem ausgeliefert. Gleichzeitig gebe es aber eine "weiterhin starke Nachfrage nach Angeboten für Firmenkunden und die Cloud", führte Hood aus.

Dadurch konnte Microsoft in seinem vierten Geschäftsquartal (April bis Juni) seinen Umsatz noch um 10 Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar steigern (15,2 Mrd Euro). Unterm Strich stand ein Gewinn von annähernd 5,0 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte Microsoft wegen einer hohen Abschreibung auf die zugekaufte Online-Werbefirma Aquantive einen Verlust von annähernd einer halben Milliarde Dollar ausgewiesen.

Abschreibungen auf Surface RT
Beim tieferen Blick in die Zahlen zeigte sich, wo die Probleme liegen: Der Gewinn der Windows-Sparte halbierte sich auf knapp 1,1 Milliarden Dollar. Microsoft schrieb alleine 900 Millionen Dollar auf seine Surface RT ab, die noch auf Lager liegen. Der Konzern hatte den Preis des Windows-Tablets jüngst deutlich gesenkt. Als gute Gewinnbringer erwiesen sich einmal mehr die Office-Büroprogramme sowie die Server-Software. Der Verlust in der Xbox-Spielesparte ging zurück.

Die Marktforschungsfirmen Gartner und IDC hatte ausgerechnet, dass die Auslieferungen von PC im vergangenen Quartal um etwa elf Prozent gefallen waren. Damit schrumpfte der Markt fünf Quartale in Folge - die längste Schwächeperiode bisher. Die Hoffnung von Firmenchef Steve Ballmer liegt nun auf der Einführung des neuen Windows 8.1, dessen finale Version im August erscheinen soll. Mit Windows 8.1 kehrt auch der von vielen Nutzern schmerzlich vermisste Start-Button zurück.

Ballmer hatte erst jüngst einen großen Umbau des Managements angekündigt, um Microsoft für die neue Computerwelt zu machen. Beispielsweise werden künftig alle Betriebssysteme unter einem Dach entworfen; das gleiche gilt für die Entwicklung aller Hardware. Ballmer will weg vom Image Microsofts als vornehmlichem Software-Konzern. Stattdessen legt er den Fokus auf Geräte und Services.

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