Shop-Hack war T-Mobile seit einer Woche bekannt

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Mobilfunk
04/25/2012

T-Mobile kritisiert verschobene Frequenzvergabe

Die Behörde lasse sich von privaten Interessen zweier Betreiber instrumentalisieren, lautet der Vorwurf von T-Mobile Austria. Der Mobilfunker zeigt sich unzufrieden über die abgegebene Erklärung und fordert weitere Details.

Wie am Montag

, hat die Telekom-Control-Kommission (TKK) die Ausschreibung zur Vergabe der Frequenzbereiche 800, 900 und 1.800 MHz wegen der geplanten Übernahme des Mobilfunkanbieters Orange durch Drei und Yesss! durch A1 verschoben. Das stößt bei Mobilfunkbetreiber T-Mobile Austria nun auf Unverständnis. Man sei "enttäuscht" über die Verschiebung, heißt es in einer Aussendung vom Mittwoch. "Damit gefährden die privaten Interessen der beteiligten Betreiber den weiteren Ausbau der für Österreich wichtigen mobilen Breitband-Infrastruktur, da die zur Vergabe anstehenden Frequenzen für die weitere Entwicklung von LTE, der nächsten Mobilfunkgeneration, unabdingbar sind", lautet die Kritik seitens T-Mobile.

Für T-Mobile-Austria-Chef Robert Chvátal ist die Verschiebung der Frequenzvergabe "wirtschaftspolitisch unverständlich". Damit würde Österreich ausgerechnet zu einem Zeitpunkt großer wirtschaftlicher Herausforderungen auf hohe Investitionen verzichten.

Unzureichende Erklärung
T-Mobile akzeptiere zwar die Argumente der TKK, dass die Vergabe derzeit schwer durchführbar sei. Jedoch würde es der bisherigen Erklärung im Sinne der Rechtssicherheit an Details mangeln. Kritisiert wird etwa, dass es bisher keine Aussagen dazu gebe, wann es letztlich zur Vergabe der Frequenzen kommen soll und welche Kriterien dafür ausschlaggebend seien. „Ein noch nicht einmal bei den Wettbewerbsbehörden beantragter Zusammenschluss kann keine Rechtfertigung für eine Verschiebung auf unbestimmte Zeit sein", so Chvátal.

Zudem gebe es keine Aussage darüber, wie die Behörde nach Einleitung oder Abschluss der Fusion gegenüber den Bietern verfahren wolle. „Wir erwarten zumindest die Festlegung, dass den Bietern ausreichende Vorbereitungszeit eingeräumt wird", fordert Chvátal.

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