Australien
10/04/2011

Tablet-Streit: Apple lehnt Samsung-Angebot ab

iPad-Hersteller will keinen Ausgleich mit südkoreanischem Rivalen

Apple hat einem Reuters-Bericht zufolge offenbar einen Vergleich abgelehnt, den der südkoreanische Konzern Samsung im Streit um Tablet-Patente in Australien vergangene Woche angeboten hat. Im dem Rechtstreit geht es um Touchscreen-Technologien, die Samsung in seinem Galaxy Tab 10.1 dem iPad nachempfunden haben soll.

Apple will so den Verkauf des Samsung-Geräts in Australien gerichtlich stoppen lassen - so wie dem US-Hightechriesen es bereits gelungen ist, den Verkauf des Samsung-Tablets in Deutschland und den Verkauf von Samsung-Smartphones in den Niederlanden zu stoppen.

Apple bleibt stur
Laut Apple-Anwalt Steven Burley habe man das Samsung-Angebot aber abgelehnt - schließlich fechte man den Rechstreit aus, weil man den Launch des Geräts in Australien verhindern wolle. Damit bleibt der Galaxy-Tab-Start in Australien, der bereits Ende Augst stattfinden hätte sollen, bis auf weiteres aufgeschoben.

Apple hofft offenbar, in Australien einen wichtigen Punkt gegen Samsung erzielen zu können, und damit in weiteren Ländern vor Gericht ziehen zu können. Die Galaxy-Produkte gelten als jene Geräte, die iPhone und iPad die größte Konkurrenz machen können.

Gegenschläge
Samsung hat derweil zum Gegenschlag ausgeholt und Apple in Frankreich verklagt sowie einen Verkaufsstopp von iPhone und iPad in den Niederlanden gefordert. Die Mobilfunker T-Mobile und Verizon haben außerdem angekündigt, Samsung gegen Apple unterstützen zu wollen.

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