B2B
22.02.2015

Tickethändler Eventim im Visier von Kartellbehörden

Das deutsche Bundeskartellamt hat ein Verfahren gegen den Online-Tickethändler CTS Eventim eingeleitet. Es geht darum, ob Eventim seine Marktstellung missbraucht.

Einem Bericht der Welt zufolge prüft die Behörde, ob das Unternehmen seine Marktmacht dahingehend missbraucht, dass Veranstalter möglicherweise unter Druck gesetzt wurden, ihre Tickets online bei Eventim zu verkaufen. Der Anwalt von Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg sprach auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ von Behauptungen, die „zur Gänze oder in Teilen falsch sind bzw. Halbwahrheiten oder Verdrehungen der Fakten enthalten“.

Eventim auch in Österreich aktiv

Der Tickethändler ist eigenen Angaben zufolge der größte in Europa und vertreibt Eintrittskarten etwa für Konzerte, Comedy-Shows, Musicals, Sportevents oder die Berlinale-Filmfestspiele. Auch in Österreich ist Eventim groß im Geschäft. „Im Rahmen des Verfahrens wird die kartellrechtliche Zulässigkeit verschiedener Geschäftspraktiken von CTS geprüft“, bestätigte das Kartellamt der Zeitung. Es seien „umfangreiche interne Unterlagen“ angefordert worden. Unter Berufung auf Branchenkreise berichtet das Blatt, die Ermittlungen seien im November aufgenommen worden.

Die Unternehmensgruppe gibt an, jährlich europaweit mehr als 100 Millionen Eintrittskarten für mehr als 200.000 Veranstaltungen zu vermarkten. Eventim machte dem Bericht zufolge mit dem Kartenverkauf und Konzertveranstaltungen einen Umsatz von etwa 630 Mio. Euro und beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter.