B2B 12.02.2013

Tim Cook verteidigt Apples Finanzstrategie

Der Apple-Chef hat sich im Zuge einer Konferenz gegenüber Investoren gerechtfertigt. Er fahre keinen Sparkurs und horte kein Geld. Investments fließen in Fertigung, Entwicklung und ausgesuchte Unternehmen.

Apple wehrt sich gegen den Vorwurf eines Großaktionärs, das Unternehmen horte wegen früherer Krisenerfahrungen zuviel Geld. „Apple besitzt keine Mentalität wie in der Großen Depression", sagte Konzernchef Tim Cook am Dienstag auf einer Investorenkonferenz in San Francisco. Apple investiere kräftig: in Läden, in Innovationen, in neue Produkte und in die Lieferkette. „Wir kaufen ausgesuchte Unternehmen."

Prall gefülltes Konto
Cook räumte zugleich unter Lachern aus dem Publikum ein: „Wir haben einiges Bargeld." Zum Jahreswechsel hatte der Konzern 137 Milliarden Dollar (102 Mrd Euro) auf der hohen Kante. Der Hedgefonds-Manager David Einhorn verlangt, dass Apple seine Anteilseigner über die Ausgabe von Vorzugsaktien noch stärker an diesem Reichtum teilhaben lässt.

„Wir schauen uns den Vorschlag an", sagte Cook. Es liefen Gespräche darüber, mehr Geld an die Anteilseigner auszuschütten und Apple sei dazu in der Lage. Die Klage Einhorns gegen Apple nannte er allerdings einen „dümmlichen Nebenkriegsschauplatz". Cook setzte im vergangenen Jahr bereits einen Aktienrückkauf und Dividendenzahlungen im Gesamtvolumen von 45 Milliarden Dollar in Gang.

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( DPA ) Erstellt am 12.02.2013