B2B
07.12.2015

Toshiba droht wegen Bilanzskandals Rekordstrafe

Die japanische Börsenaufsicht verlangt aufgrund des weitreichenden Bilanzskandals 7,37 Milliarden Yen. Auch Strafermittlungen gegen frühere Manager werden erwogen.

Angesichts des riesigen Bilanzskandals bei Toshiba hat die japanische Börsenaufsicht eine Strafzahlung des Unternehmens in Rekordhöhe verlangt. Die Behörde sprach sich am Montag für eine Strafe in Höhe von 7,37 Milliarden Yen (55 Mio. Euro) aus. Das ist die höchste jemals von ihr verlangte Summe. Sie muss nun noch von einer anderen Behörde bestätigt werden.

Im Juli war bekannt geworden, dass Toshiba seine Bilanzen in den sechs Geschäftsjahren von 2008 bis 2014 um umgerechnet 1,13 Milliarden Euro geschönt hatte. Der Konzernchef Hisao Tanaka und mehrere Verantwortliche mussten deshalb ihren Hut nehmen.

Auch Investoren wollen klagen

Medienberichten vom Montag zufolge prüft die Börsenaufsicht derzeit auch, ob es gegen frühere Toshiba-Manager strafrechtliche Ermittlungen geben soll. Dem Unternehmen drohen zudem Klagen hunderter Investoren, weil der Skandal den Aktienkurs auf einen Sturzflug geschickt hatte. Toshiba selbst fordert Schadenersatz von mehreren ehemaligen Verantwortlichen.