B2B
15.12.2014

Umstrittene Preisklauseln auf Reiseportal booking.com

Wettbewerbshüter in EU-Staaten machen wegen umstrittener Preisklauseln Druck auf booking.com. Vertragänderungen in Frankreich, Italien und Schweden werden untersucht.

Wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel berichtete, sollen von booking.com angebotene Änderungen in Frankreich, Italien und in Schweden untersucht werden. Die EU-Kommission koordiniere die Überprüfungen in den drei Ländern, überprüfe aber nicht selbst. Die Untersuchungen drehen sich um sogenannte Paritätsklauseln.

Booking.com schreibt Preis vor

Hotels müssen sich demnach verpflichten, booking.com Zimmer zu Preisen anzubieten, „die mindestens ebenso günstig sind wie die Preise, die sie über andere Online- und Offline-Vertriebskanäle anbieten“. Nach Wettbewerbsbedenken in den drei Ländern wolle das Online-Reisebüro nun Klauseln teilweise ändern.

Hotels könnten dann verschiedenen Online-Reisebüros unterschiedliche Zimmerpreise anbieten. Die Herbergen dürften aber über hoteleigene Buchungskanäle die booking.com-Preise nicht unterbieten. Das deutsche Bundeskartellamt hatte nach ergänzenden Angaben in Sachen Bestpreisklausel auch Verfahren gegen die Unternehmen expedia und booking.com eingeleitet. Es sei aber noch nicht klar, wann Ergebnisse zu erwarten seien, hieß es bei der Behörde.