B2B
20.04.2016

US-Druckerhersteller Lexmark wird nach China verkauft

Ein chinesisches Konsortium kauft den kriselnden Hersteller um 3,6 Milliarden US-Dollar. Zuvor muss das Geschäft aber noch von den US-Behörden abgesegnet werden.

Der US-Druckerhersteller Lexmark kommt in chinesische Hand. Ein Konsortium um die chinesische Technologiefirma Apex legt für den US-Konzern 3,6 Milliarden Dollar (3,17 Mrd. Euro) in bar auf den Tisch, wie Lexmark am Dienstag mitteilte. Das Geschäft soll in der zweiten Jahreshälfte 2016 über die Bühne gehen, muss aber noch von den US-Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Dazu zählt insbesondere der Ausschuss für ausländische Investitionen CFIUS. Dieser nimmt beim Verkauf amerikanischer Vermögenswerte vor allem sicherheitsrelevante Aspekte unter die Lupe. Der Markt begrüßte die Transaktion. Lexmark-Aktien schossen im nachbörslichen Handel zwölf Prozent in die Höhe.

Drucker in der Krise

Wie andere Druckerhersteller leidet Lexmark darunter, dass sich Firmen aus Kostengründen mit Investitionen zurückhalten und Kunden immer mehr Aufgaben über Smartphones und Tablets abwickeln. Lexmark hatte sich schon einmal zum Verkauf gestellt, aber keine zufriedenstellenden Angebote erhalten. Auch eine separate Veräußerung der Sparten Hardware und Software kam nicht zustande.