B2B
16.04.2016

Vergleichsportale sollen Provisionen offenlegen

Onnline-Vergleichsportale könnten in Deutschland künftig angeben müssen, wie sie arbeiten und wie viel Gebühren sie von den Produktanbietern einheben.

Vergleichsportale im Internet sollen nach einem „Spiegel“-Bericht künftig offenlegen, mit welchen Suchkriterien sie arbeiten und wie viel sie von Produktanbietern kassieren. Dieser Vorschlag aus Hessen habe gute Chancen, auf der nächsten Sitzung der Verbraucherschutzminister der Länder in der kommenden Woche umgesetzt zu werden, schreibt das Nachrichtenmagazin.

Die hessische Initiative sehe vor, den Betreibern der Portale zunächst ein Jahr Zeit zu geben, freiwillig für mehr Transparenz und höhere Qualitätsstandards zu sorgen. Anschließend sollten sie notfalls per Gesetz dazu gezwungen werden.

Weil viele Portale sich über Werbung und Vermittlungsprovisionen finanzierten, werde möglicherweise nicht immer das aus Sicht der Verbraucher beste Angebot an erster Stelle gezeigt, argumentieren Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) und die Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne).