© Jakob Steinschaden, Spotify, Montage: Jakob Steinschaden

Musik
08/09/2012

Warner Music: Streaming schadet Umsätzen nicht

Streamingdienste wie Spotify verzeichnen hohe Zuwachsraten, Warner Music macht bereits 54 Millionen US-Dollar Umsatz pro Quartal mit derartigen Angeboten. Nun wurde unter anderem bekanntgegeben, dass die Zuwächse aus den digitalen Angeboten die Verluste von klassischen Märkten bei weitem übersteigen würden.

Das Musiklabel Warner Music hat bekannt gegeben, dass es 25 Prozent seiner Umsätze aus dem digitalen Bereich von Streamingdiensten stammen. Dazu zählen unter anderem Dienste wie Spotify, Deezer oder Pandora, die den Nutzer kostenlos oder gegen Gebühr Musik hören lassen. Das entspricht knapp 54 Millionen US-Dollar für das vergangene Quartal und macht somit acht Prozent des Gesamtumsatzes von Warner Music aus.

Zuwachs statt Verlust
Interessanterweise haben die hohen Zuwachsraten beim Streaming allerdings die Umsätze von Onlineshops wie iTunes nicht beeinflusst. Rechnet man die Inflation mit ein, so waren die Zuwächse im digitalen Markt sogar deutlich höher als die Verluste aus klasssichen Märkten, wie zum Beispiel dem CD-Verkauf. Damit sehen viele auch als bewiesen an, dass der digitale Vertrieb von Musik funktionieren kann. Kurios: im digitalen Segment musste nur der Klingeltonmarkt leichte Verluste hinnehmen. Insgesamt betrug der Umsatz von Warner Music im vergangenen Quartal 654 Millionen US-Dollar und ging damit im Vergleich zum Vorjahr um knapp 4,9 Prozent zurück.

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