B2B 15.02.2012

Yahoo: Verkaufsgespräche mit Alibaba auf Eis

Chinesischer Partner will US-Internetkonzern nicht mehr übernehmen

Die Verhandlungen zwischen dem angeschlagenen US-Internetkonzern Yahoo mit seinem chinesischen Partner Alibaba und der japanischen Softbank über einen Verkauf der asiatischen Yahoo-Beteiligungen sind Kreisen zufolge geplatzt. Die Unternehmen strebten die Transaktion nicht mehr an, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag. Bei den Gesprächen seien etliche Schwierigkeiten aufgetreten.

Personelle Veränderungen als Begründung
Der US-Technologieblog AllThingsDigital hatte zuerst über das das Scheitern der Pläne berichtet. Diese hatten vorgesehen, Yahoos Anteile an Alibaba und Yahoo Japan gegen nicht näher genannte Vermögenswerte auszutauschen, um dadurch Steuern in Milliardenhöhe einzusparen.

Der Blog begründete den Abbruch der Gespräche mit den personellen Veränderungen bei Yahoo, die neuen Wind in die Verhandlungen gebracht hätten. Yahoo-Chairman Roy Bostock verlässt den Konzern, und der neue Chef Scott Thomson ist erst seit kurzem im Amt. Die Yahoo-Aktie brach mehr als fünf Prozent ein.

Die Softbank hält 30 Prozent an Alibaba. Yahoo wiederum gehören 40 Prozent von Alibaba. Die Unternehmen versuchen derzeit, ihre komplizierten Überkreuz-Beteiligungen in Asien aufzulösen. Vor allem Alibaba hat Interesse daran, sich dem Zugriff von Yahoo zu entziehen. Der US-Konzern kämpft mit wachsender Konkurrenz von Google und Facebook.

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( APA , Reuters ) Erstellt am 15.02.2012