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B2B
10/05/2012

Zynga steckt in finanziellen Schwierigkeiten

Kurz vor der Präsentation der Quartalszahlen hat der Spieleentwickler die Erwartungen der Aktionäre heruntergeschraubt. Der Gewinn wird demnach deutlich niedriger ausfallen, als ursprünglich gehofft. Besonders die Übernahme von Draw-Something-Entwickler OMGPOP fällt negativ ins Gewicht.

Am Donnerstag gab Zynga an, dass der Gewinn im dritten Quartal rund 300 Millionen US-Dollar betragen wird. Im Quartal davor waren es noch 332 Millionen. Belastend ist vor allem Zyngas Übernahme des Entwicklers OMGPOP. Der Wert des Unternehmens musste um 85 bis 95 Millionen Dollar heruntergeschrieben werden. Damit ist OMGPOP etwa nur noch die Hälfte von dem Wert, was Zynga ursprünglich dafür bezahlt hat.

Die Aktionäre reagierten nervös, das Papier ist innerhalb eines Tages um knapp 20 Prozent gefallen, auch im nachbörslichen Handel ging es bergab.

Gewinn pro User sinkt
„Sie sind schlecht im Voraussagen machen", erklärt Michael Pachter, Analyst bei Wedbush Securities, gegenüber Ars Technica. Zynga lege zwar immer mehr an Nutzern zu, schafft aber nicht, dieses Wachstum in finanziellen Gewinn umzuwandeln. Laut Pachter werde bei der Präsentation der Quartalsergebnisse besonders interessant sein, wie sehr der Gewinn pro User gesunken ist.

Zynga geht auch personell durch schwierige Zeiten. In den vergangenen Monaten haben einige Führungskräfte das Unternehmen verlassen, wie etwa COO John Schappert, Kreativ-Chef Mike Verdu und Sicherheitschef Nils Puhlmann.

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