Digital Life
05.08.2013

14 Schüsse aus 3D-Drucker-Gewehr abgefeuert

Der Macher des Grizzly-Gewehrs hat eine neue Version seiner Waffe auf YouTube vorgestellt. Im Gegensatz zu früheren Schusswaffen, die mit 3D-Druckern erstellt wurden, konnten aus Grizzly 2.0 14 Schuss des Kleinkalibers .22 LR abgegeben werden, bevor das Material Risse bekam.

Der User „Matthew" hat vor Kurzem das erste Gewehr

, dass vollständig aus dem 3D-Drucker stammt und nicht bloß eine simple Modifikation der
ist. Doch wie auch bei der Liberator zerstörte der erste abgefeuerte Schuss Teile der Waffe.

Mit Grizzly 2.0 hat Matthew nun eine verbesserte Version gebaut und das Testvideo auf YouTube veröffentlicht. Gegenüber The Verge sagt er, dass der Lauf nun 50 Prozent dicker sei. Auch habe er Züge in den Lauf eingearbeitet, die, wie bei einer echten Waffe, den Flug des Projektils stabilisieren und so Reichweite und Präzision erhöhen sollen. Das Gehäuse, in dem sich der Abzugsmechanismus befindet, ist ebenfalls größer.

Er hat insgesamt 14 Schüsse im Kleinkaliber .22 LR abgegeben, bevor erste Risse sichtbar waren. Matthew vertraute seinem Design sogar so sehr, dass er 3 Schüsse mit dem Gewehr in seinen Händen abgegeben hat, anstatt es einzuspannen und mittels einer Schnur fernauszulösen. Nach jedem Schuss muss er den Lauf abnehmen, um von vorne die Hülse auszustoßen, da diese durch die Ausdehnung beim Schuss im Lauf stecken bleibt.

Matthew beschreibt sich selbst als Ende 20. Beruflich macht er Werkzeuge für die Bauindustrie, weshalb er bei seinem Arbeitsplatz Zugang zu einem industriellen Stratasys Dimension 1200ES 3D-Drucker hat. Als Material für das Grizzly-Gewehr hat er ABS+ genutzt. Ob sein Arbeitgeber über seine 3D-Drucker-Waffenprojekte Bescheid weiß, ist nicht bekannt.

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