Digital Life
24.10.2017

238 Städte kämpfen um Amazons neues Hauptquartier

Das neue Amazon-Hauptquartier könnte der Region zweistellige Milliardenbeträge einbringen. Darum wird mit allen Mitteln gekämpft.

Der weltgrößte Internethändler Amazon sucht nach einem zweiten Zuhause - Bewerber aus ganz Nordamerika machen dem Konzern den Hof. Insgesamt seien 238 Angebote eingegangen, teilte Amazon am Montag an seinem bislang einzigen Hauptsitz in Seattle mit. Der Konzern hatte seine Standortsuche im September angekündigt, am Donnerstag endete die Annahmefrist für Vorschläge von interessierten Gastgebern.

Kampf um zweistelligen Milliardenbetrag

Amazon verspricht viel: Der Konzern will mehr als fünf Milliarden Dollar in sein zweites Hauptquartier stecken und 50 000 hochbezahlte Arbeitsplätze schaffen. Zehntausende zusätzliche Jobs und Investments in zweistelliger Milliardenhöhe sollen indirekt entstehen. 54 Staaten, Provinzen, Distrikte und Territorien in den USA, Kanada und Mexiko machten Angebote. Die Entscheidung soll 2018 fallen.

Schräge Zugeständnisse

Einige Bewerber sorgten schon mit ausgefallenen Aktionen für Aufsehen - aus Tucson in Arizona erhielt Amazon-Chef Jeff Bezos einen riesigen Kaktus, New York ließ das Empire State Building in „Amazon Orange“ erstrahlen und Atlantas Vorort Stonecrest bot an, einen Teil der Stadt in „City of Amazon“ umzubenennen. Andere setzen auf finanzielle Anreize - so wirbt New Jersey mit Steuergeschenken in Milliardenhöhe.