© Screenshot/YouTube

Digital Life
06/23/2013

3D-Drucker-Waffen: Polizei warnt vor Anschlägen

Die Bundespolizei hat vor Terror-Anschlägen auf Flugzeuge mit Kunststoffwaffen aus 3D-Druckern gewarnt. Das berichtet das Magazin „Focus" unter Berufung auf ein vertrauliches Schreiben der Behörde vom 17. Juni.

Darin heiße es, die Waffen seien „geeignet, Angriffe auf die Sicherheit des Luftverkehrs durchzuführen". In dem Papier werden Flughafen-Verantwortliche aufgefordert, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen. Das Kontrollpersonal müsse schnellstmöglich über die neue Gefährdungslage informiert werden. Derzeit liefen Tests zur Erkennbarkeit derartiger Waffen mit Kontrollgeräten.

Ein US-Student hatte vor einigen Wochen im Internet Baupläne veröffentlicht, mit denen es möglich ist, eine scharfe Pistole mit einem handelsüblichen 3D-Drucker nahezu komplett aus Kunststoff herzustellen. Zuletzt standen die Pläne nicht mehr im Netz. Laut Bundespolizei wäre es kein Problem, die Waffe ohne montierten Schlagbolzen durch einen Detektor zu schmuggeln. Der separat transportierte Metallstift sei für das Sicherheitspersonal „nicht sofort als potenzielle Gefahr" erkennbar, zitiert „Focus" aus dem Schreiben der Bundespolizei. Im Flugzeug könne ein Angreifer die Pistole zusammenbauen.

Verbote werden diskutiert
Es ist nicht das erste Mal, dass derlei Warnungen ausgesprochen werden. In den USA wurden bereits mehrmals Verbote für solche Waffen erwägt. Zuletzt etwa auch in New York. Kritiker der Debatten sind jedoch der Ansicht, dass die Herstellung von Waffen mit dem 3D-Drucker wohl nie ein wirkliches Problem werden würde, da der Aufwand schlicht und ergreifend zu groß sei.

Mehr zum Thema

  • New York: Verbot für Waffen aus 3D-Drucker
  • Bundeskriminalamt warnt vor 3D-Drucker-Waffen
  • Australien: 3D-Drucker-Waffe ist unsicher
  • US-Heimatschutz warnt vor 3D-Drucker-Waffen