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Finanzen
04/28/2013

45 Prozent der Bitcoin-Börsen schließen wieder

Wie eine Untersuchung zeigt, sperrt fast die Hälfte der Online-Marktplätze für die virtuelle Währung wieder zu und verschwindet aus dem Netz. Das dort investierte Geld bekommt man in einigen Fällen nicht mehr zurück.

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine Bitcoin-Börse unter massiven DDoS-Angriffen leidet. Cyberkriminelle versuchen so den Kurs zu manipulieren oder auch Bitcoins zu stehlen. In diesem Spannungsfeld können viele der Exchanges, die Bitcoins gegen andere Währungen eintauschen, nicht überleben.

Existenz für ein Jahr
Wie zwei Forscher zweier US-Universitäten herausgefunden haben (PDF), schließen 45 Prozent der Börsen wieder zu. Dies berichtet Wired. Die Durchschnittslebensdauer einer Exchange sind 381 Tage, also knapp über ein Jahr. Die Chance, dass eine neueröffnete Börse innerhalb des ersten Jahres wieder zusperrt, liegt bei 30 Prozent. Um als Börse überleben zu können, muss ein bestimmtes Transfer-Volumen erreicht werden. Passiert dies, wird man jedoch als Ziel für Angriffe interessant.

Entschädigung nicht sicher
Sie haben hierzu 40 Börsen untersucht, wovon 18 innerhalb des Analysezeitraums wieder geschlossen haben. 13 davon haben ohne Vorwarnung ihr Service beendet, fünf mussten nach erfolgreichen Attacken schließen. Von diesen 18 haben wiederum nur sechs ihre Kunden entschädigt und das investierte Geld rückerstattet. Fünf haben kein Geld rück überwiesen. Bei den verbleibenden sieben Börsen kamen die Forscher zu keinem klaren Ergebnis, was mit den Investments schlussendlich passiert ist.

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